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Donnerstag, 3. September 2009

Zwischenstopp in Melaka

10. und 11. August: Melaka

Zum Wochenbeginn brachen wir am Morgen mit dem Bus von KL nach Melaka auf, einer kleineren Stadt, die praktischerweise auf dem Weg nach Singapur liegt. Am frühen Nachmittag kamen wir dort an und machten noch eine Runde in der Umgebung. Wollten uns eigentlich den Chinese Temple anschaun, der nicht weit von unserem Hostel lag, aber der war dann doch relativ unscheinbar und würde auf jeder taiwanesischer oder chinesischen Stadtkarte nicht mal erwähnt wahrscheinlich. Aber Hauptsache den Pferdattrappen werden Blüten zum Essen geopfert.

Danach suchten wir den „berühmten“ Melaka Strait, die Meeresenge zwischen Malaysia und der indonesischen Insel Sumatra. Doch das Meer und der „Strand“ dort war so hässlich und dreckig, dass ich mir da keine Fotos online stellen traue *g*. Hier ein Foto in die andere Richtung, also Richtung Stadt:

Sonst fand sich auch nicht viel Sehenswertes mehr auf dem Heimweg, am schönsten war da noch die Dachterrasse:


Am Dienstag liehen wir uns bei einem chinesischen Händler zwei Fahrräder aus, da Melaka von der Größe her ja eh ziemlich überschaubar ist. Zuerst fuhren wir zum „Eye of Malaysia“, um mit dem Riesenrad einen Überblick zu bekommen. Das fing auch schon ziemlich eigenartig an, denn erst Mal waren wir die einzigen Gäste weit und breit, also da war echt mehr Personal als Besucher (uns 2 eben). Und dann saßen wir in der Kabine und die ließen uns im Eiltempo 5 Runden drehen, dass man kaum mit dem Fotografieren zusammenkam und fertig! Prädikat: nicht empfehlenswert *lol*!

Nach dieser Fehlinvestition irrten wir dann mit unseren Rädern ein bisschen quer durch die Stadt, mit Halts bei ein paar Moscheen, einem chinesischen Tempel und Friedhof, einem Denkmal bis wir schließlich bei der „Villa Sentosa“ ankamen, dem sogenannten „Living Museum“:

Ist im Prinzip einfach ein bewohntes, malaysisches Haus mit allerlei Antiquitäten, Fotos mit berühmten Persönlichkeiten und altem Mobiliar.

Das ist die Hausherrin und sozusagen „Museums“-Führerin:

Zum Abschluss ist es Tradition, drei Mal den Gong zu schlagen, was einem Glück bringen soll.

Danach gings weiter zu zwei chinesischen Tempeln in Chinatown:

Cooler Schnappschuss, oder?!

... und noch weiter zu einem Hindutempel:

Letzter Stopp unseres Ausfluges war die auf einem Hügel gelegene St. Pauls Kirche:

... mit schöner Aussicht auf Melaka:

Am nächsten Tag war wieder mal Abreisetag. Zuerst stärkten wir uns noch bei einem Frühstück: warme Karottenmilch (was eigenartig klingt aber echt lecker schmeckt):

... und dazu so ein Fladenbrot – auch Roti genannt:

Achja und zum Abschluss wieder mal ein Foto vom Klo, gibt ja manchmal auch einen Einblick in die lokale Kultur *g*. Man bemerke: kein Klopapier, dafür dieser kleine Duschkopf zum Ausspülen *räusper*:

Danach machten wir uns auf die abenteuerliche Suche nach der nicht beschilderten Bushaltestelle, wo zu unbekannten Zeiten aus einer unbekannten Richtung ein Bus zum Busbahnhof gehen sollte. Dort angekommen nahmen wir direkt den nächsten Bus nach Singapur. Und Busreisen sind echt extremst billig in Malaysia: glaub wir haben nicht mal lächerliche 14 Ringit (ca 2,80 Euro) für 4 Stunden Busfahrt bezahlt.

Naja, damit war Malaysia dann auch hinter mir. War irgendwie total anders als Thailand zuvor und zudem mein erstes Mal in einem islamischen Land. An manchen Orten konnte ich außerdem zugleich einen Einblick in die indische Kultur bekommen. Malaysia ist wirklich sehr multikulturell, man findet hier Chinesen, Malays, Inder und ebenso alle größeren Religionen. Was dann noch dazu kommt ist, das man hier wirklich billig gut leben und auch rumreisen kann. Allerdings wäre fürs (eventuell) nächste Mal die traditionellere Ostküste interessanter, bzw Penang und die Inseln an der Westküste. Gäb schon noch was her.

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