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Sonntag, 30. August 2009

Kuala Lumpur die Zweite

7. bis 9. August

Tja, so war ich dann wieder in KL
..., während Qizhe in Taiwan festsaß. Am Bahnhof angekommen, war ich dann daran rauszufinden, wie ich zu meinem Hostel komme. Als ich dort freies WLan entdeckte, fand ich praktischerweise raus, dass mein gesuchtes Hostel bereits voll war, genauso wie alle anderen Hostels in der Stadt, mit einer Ausnahme. So machte ich mich auf dem schnellsten Weg Richtung Pujangga Homestay, wo ich tatsächlich glücklicherweise mit meinen mittlerweile schon 3 Gepäckstücken einen Platz in einem Dormitory bekam.

Später kamen noch zwei von der Suche erschöpfte Backpacker dazu, witzigerweise wieder mal zwei Deutsche. Muss schon bescheidenerweise sagen, mein Hochdeutsch hat von der Reise schon ganz schön profitiert. Mit denen ging ich dann noch was Abendessen und bei ein, zwei Bierchen den Abend ausklingen.


Samstag:

Am nächsten Morgen beschloss ich, mir ein neues Hostel zu suchen, da an dem Tag ein anderes frei wurde, das im Internet ein besseres Ranking hatte. Und obwohl das Hostel sozusagen fast um die Ecke war, buchte ich gleich noch im Zimmer zwei Betten für die nächsten zwei Nächte, was sich im Nachhinein als ganz schlau rausstellte, denn dort warteten schon wieder einige Reisende darauf, abgewiesen zu werden.

Für den Tag hatte ich mir ein bisschen Sight-Seeing vorgenommen. Dazu suchte ich mir zuerst den Touri-Bus, da ich mit dem schon in Amerika gute Erfahrungen gemacht hatte. Ist bequem, man sieht viel und wird schön vollgelabert auch noch. Später stellte sich das teure Ticket aber etwas als Fehlinvestition raus. Aber immerhin fuhr ich ein Mal die ganze Runde durch KL.

Den ersten Stopp machte ich beim National Monument. Das hieß es allerdings auch erstmal finden, vom Bus Stop aus. Ungewollt lief ich dabei hinter einer Chinesin mit ihrem Sohn nach, die auch etwas zu suchen schienen. Später kreuzten sich unsere Wege und der Sohn fragte mich, ob ich auch zufällig das National Monument suchte. Somit hängte ich mich gleich bei den Zwei an, die sich schließlich auch als Schweden herausstellten. Wir fanden dann auch den Park mit dem „Monument“.
Danach machten wir noch einen Spaziergang durch den gleich in der Nähe liegenden Orchid Garden, der sich allerdings auch als etwas unspektakulär rausstellte. Das ist übrigens Alf:
Später gings wieder weiter im Touri-Bus bis zum Merdeka Square, wo ich die beiden verließ. „Merdeka“ in Malay bedeutet „Unabhängigkeit“, somit der Unabhängigkeitsplatz. Direkt davor steht auch das Sultan Abdul Samad Building:
... und der unglaubliche mit 95 Metern höchste Flaggenmast der Welt *g*:
Ich hätte dann auch noch versucht, die Jamek-Moschee zu finden, woran ich aber leider gescheitert bin. War vielleicht auch die Hitze – Malaysia war bis jetzt (zumindest gefühlsmäßig) der heißeste Ort, wo ich je war, sollte allerdings später weiter im Süden noch heißer werden. Daher hüpfte ich wieder auf den klimatisierten Bus auf und fuhr direkt durch bis zu den obligatorischen Petronas Twin Towers. Diese galten von 1998 bis zur Fertigstellung des Taipei 101 im Jahr 2003 als höchstes Gebäude der Welt, mit 452 Metern bis zur Spitze.
Im Gebäude selbst findet man ein großes Shopping Center und dahinter einen Park mit ein paar Cafés.
Nur wenige Minuten Fahrt entfernt liegt die 2. Hauptattraktion KLs, der Menara KL Tower, ein Fernsehturm, der die welthöchste McDonald’s Filiale der Welt beherbergt.
Raufgefahren bin ich aber nicht, da es Zeit wurde, Qizhe vom Bahnhof abzuholen, der endlich auch nach KL gefunden hatte, nach den ganzen Verzögerungen wegen des Taifuns. Später am Abend gingen wir noch was essen und gönnten uns anschließend noch eine Wasserpfeife.
Vor allem für Qizhe als Einstimmung auf Ägypten. Denn der war sozusagen auf der Durchreise. Das Endziel war Ägypten, wo er später für 1 bis 3 Jahre ein Praktikum machen darf, doch vorher wollte er noch ein bisschen in Malaysia, Singapur und Laos rumreisen.


Sonntag:

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus zu den Batu Höhlen, nicht weit außerhalb der Stadt, ein Kalksteinmassiv, dass von einem Höhlensystem durchzogen ist und mehrere kleine Hindu-Tempel beherbergt.
Zuerst heißts dazu aber die 272 Stufen zu erklimmen. Die große Statue stellt den Gott Murugan dar. Ja, und trotz bauchfrei, es ist ein Mann!
So sieht die Haupthöhle von innen aus:
Überall liegt der Duft von Räucherstäbchen in der Luft und mit all dem Tempelgesang und der Musik und den vielen Indern, kommt sich eigentlich fast schon wie direkt in Indien vor.

Auch jeder Menge Affen läuft man hier über den Weg, die nur darauf warten, dass jemand etwas Ess-, Trink- oder schlicht Spielbares fallenlässt.
Und wie üblich für die Hindu-Kultur, gibt’s natürlich jede Menge farbenfrohen Kitsch zu kaufen:
Nachdem wir wieder unten am Boden angekommen waren, folgten wir erst mal unseren protestierenden Mägen und gingen was essen, natürlich indisch. Und traditionell wird natürlich mit den Fingern gegessen (trotz Besteck):
Füllend war es nicht, aber fürs erste hats gereicht. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück in die Stadt, wo’s direkt weiter ging im Programm. Zuerst zur alten Kuala Lumpur Railway Station:
Und danach pünktlich zur Öffnungszeit zur National Mosque, wo wir nicht nur Schuhe ablegen mussten, sondern auch noch so eine hübsche Kutte überziehen mussten:
Was mir aber schon hier bei meiner 1. Moschee auffiel: Innen sind sie praktisch leer *lol*:
Später gingen wir auch noch zur Jamek-Moschee, die ich schon mal vergeblich gesucht hatte. Doch selbst zu zweit hatten wir noch gewissen Schwierigkeiten, sie zu finden. Als wir fündig waren, war es auch schon zu spät, denn die Moschee wurden soeben geschlossen. Aber mit der Erkenntnis, dass Moscheen innen leer sind, gab ich mich schon mit dem Anblick von außen zufrieden.
Danach fuhren wir noch mal zu den Petronas Towers, wo mir Qizhe den idealen Platz fürs Fotoschießen zeigte. So bekam ich endlich auch die ganzen zwei Türme drauf.
Zum Schluss machten wir noch mal einen Abstecher zum KL Tower, um für die Aussicht raufzufahren, wobei uns dann aber der Ticketpreis davon abhielt. Daher begnügten wir uns wieder mal mit einer Wasserpfeife einem Bier vom 7/11.

Dienstag, 25. August 2009

Phiphi-Tour und die letzten Momente in Thailand

Donnerstag:

Gleich am Morgen marschierte ich gleich wieder zum Reisebüro um wegen der Tour zu fragen. Und diesmal fuhren die Boote, auch wenn mich der Angestellte darauf hinwies, dass ich kein Geld zurückbekommen würde, wenn ich während der Fahrt mit dem Langboot Probleme bekomme. Denn es gab doch noch einige hohe Wellen weiter draußen auf dem Meer.

Das störte mich aber nicht besonders und so wartete ich im Gastgarten beim Frühstück auf meine Gruppe.

Dann hieß es Flossen ausfassen, Badehose anziehen und rauf aufs Langboot. Und es war gut, dass ich noch die Badehose angezogen hatte, denn mit jeder Welle bekam ich eine Ladung Wasser entgegengespritzt. Erster Stopp war Monkey Bay, einem kleinen von einem Haufen Affen bevölkerten Strand.

Dann gings weiter zurück Piratenbucht:

Dann in eine weitere Bucht zum Schnorcheln.

Wobei das teilweise gar nicht nötig war, denn durch das wirklich kristallklare Wasser konnte man so schon einiges vom Boot aus sehen. Aber unter Wasser wars noch mal um einiges aufregender.

Nach ca 30 min schnorcheln tuckerten wir weiter zum Ao Maya Beach, also dem Traumstand aus dem Film „The Beach“, wobei wir dazu ein Stück zu einem Einstieg schwimmen mussten und ich daher die Kamera im Boot ließ. Hätte sich aber schon ausgezahlt, sie mitzubringen, denn die Bucht war wirklich traumhaft.

Nach ca 1 Stunde Aufenthalt mussten wir zurück aufs Boot. Und dann wurds spaßig, denn ab dann gings gefühlte 40 – 50 min über eine Welle nach der anderen, wobei wir von Zeit zu Zeit auf Befehl des „Kapitäns“ Gewicht verlagern mussten, sozusagen um nicht zu kentern. Wir strandeten schließlich auf der „Bamboo Island“, wo wir den Strand entlangschlenderten, der voll war mit Muscheln, Korallenstücken und kleinen Krebsen:

Ich machte sogar einen Fund, auf den ich besonders stolz bin. Ist zwar nicht erlaubt, Muscheln oder Korallen von der Insel wegzutragen, aber das musste sein.

Zwischendurch schüttete es mal wieder kurz wie aus Kübeln. Nachdem sich der Regen gelegt hatte, mussten wir noch etwas abwarten, bis unser scheinbar etwas mitgenommene Boot wieder seetauglich gemacht worden war ...

... und dann gings zum letzten Punkt auf der Tour: ein letztes Mal schnorcheln. Und erst hatten viele gar nicht mehr Lust noch mal ins Wasser zu gehen. Doch schließlich waren doch alle im Wasser, denn dieser Tauchplatz war noch mal um Längen besser als der erste. Man konnte sich direkt über Korallenbänke treiben lassen und jede Menge bunter Fische und Seeigel entdecken. Das war echt ein Highlight.

Mit einer cm-dicken Salzkruste kehrte ich dann zu meinem Ressort zurück, wo ich mein Gepäck abholte und mir die neue Unterkunft suchte, die ein bisschen schöner und sauberer war und zugleich aber anstatt der vorherigen 700 Baht nur 400 kostete (ca 9 Euro). Nachdem das Salz weggewaschen war, ging ich noch ein letztes Mal durch den Ort und zum Abendessen ins „Papaya“ (das einzige Restaurant bis dahin in Thailand, wo es Portionen gab, die satt machten).


Freitag:

In der Nacht fegte ein taifunartiger Sturm über die Insel, d.h. es schüttete wirklich wie aus Kübeln und das Wasser kam sozusagen fast schon von unten und der Wind blies auch ziemlich kräftig. Das machte mir am Morgen dann schon etwas Sorgen, ob denn bei dem Wetter meine Fähre nach Phuket und anschließend noch mein Flieger von Phuket nach Kuala Lumpur gehen würde. Die Nachricht von Qizhe, dass sein Flug wegen dem Taifun in Taiwan gecancelt und auf den nächsten Tag verschoben wurde, machte das ganze dann nicht besser.

Gegen 9:00 hatte sich aber das Unwetter wieder gelegt und daher gab es keine Probleme mit der Fähre. Allerdings dauerte die Überfahrt fast 2 Stunden und das Geschaukel lag anscheinend nicht jedem. Das heißt man hörte alle 10 min mal wieder jemanden brechen oder den Gang vorbeistürmen nach draußen und gegen Ende hatte sich auch schon ein würziger Geruch eingestellt.

Ansonsten lief aber alles glatt, ich bekam ein billiges Taxi zum Flughafen und mit meinem Flug gabs auch keine Probleme. Damit wars vorbei mit Thailand, denn der nächste Stopp war Kuala Lumpur in Malaysia.


Mein Resümee zu Thailand:

Workcamp steht ja außer Konkurrenz, das war schon einfach der Hammer und auch das absolute Highlight der ganzen Reise, schlichtweg unschlagbar und unvergesslich. Auch der Norden Thailands mit Chiang Rai und Chiang Mai war recht interessant. In Bangkok wär wohl noch einiges ausständig, dafür hatten die 3-4 Tage nicht ausgereicht, aber die Stadt hat auf jeden Fall Potential. Der Süden mit den Inseln war natürlich einerseits einfach ein Traum von der Landschaft, Meer, Strand und Wetter. Andererseits waren auch die Partys ein tolles Erlebnis. Auf der anderen Seite lernte ich aber auch etwas dazu: nämlich dass ich wie gesagt mehr Zug, Bahn, Bus und Fähren nehmen sollte, wenn ich mehr Zeit habe. Und zweitens hab ich eine gewisse Abneigung gegen Party-Touristen entwickelt, die nach Thailand kommen nur für Saufen, Drogen und Feiern bis zum Umfallen und wegen all der „netten“ Bilder, die man spätnachts/frühmorgens dann am Partystrand zu sehen bekommt. Da geht für mich einfach der Flair Thailands ein wenig verloren. Und es wäre doch schöner in Thailand nicht von 90 % Ausländern (wie zugegebenermaßen ich selbst auch *g*) umgeben zu sein.

Da ich aber unbedingt noch ein paar Dinge sehen und erleben möchte, die ich verabsäumt hatte, steht Thailand noch immer relativ weit oben auf der Liste für den nächsten (Sommer-)Urlaub.

Freitag, 21. August 2009

Koh Phiphi - eine weitere Paradiesinsel in Thailand

Am Dienstag Morgen kam ich mit der Fähre in Surat Thani an und von dort fuhr ich dann wie gesagt mit Bus und Fähre nach Koh Phiphi. Hier ein Foto von der Fähre von Krabi:

Auf der Überfahrt lernte ich wieder zwei Holländer kennen und zwei Thais, die zwar kaum Englisch konnten, aber fröhlich ein Bier nach dem anderen zwitscherten und uns mit thailändischer Gastfreundlichkeit auch eins anboten. Nach mehr als einer halben Stunde erblickten wir schon die ersten Ansätze der Trauminsel:
Ich bezog dann meinen Bungalow, den ich mir am Hafen von Krabi ausgesucht hatte, und war etwas enttäuscht. Hätte mir für den stolzen Preis von 700 Baht pro Nacht schon was Besseres erwartet, aber gut. Ich ging dann erst mal was essen, mit Aussicht aufs Meer.
Und danach zum Badestrand, wo ich mir für eine Stunde ein Kayak ausborgte, um aus der Bucht zu paddeln, was sich allerdings als ziemlich mühsam herausstellte. Denn es war ja nicht Hochsaison sondern noch immer Monsunzeit (wenn auch hier im Süden weniger ausgeprägt) und somit musste ich gegen hohe Wellen und einige starke Böen ankämpfen.
Nach kraftraubenden 30 min schaffte ich es schließlich zu der anderen Bucht.
Von dort gings dann relativ rasch MIT der Strömung zurück zum Badestrand, wo ich gerade noch das Ende vom Sonnenuntergang miterlebte.
Auf dem Heimweg besorgte ich mir noch einen leckeren Bananenroti ...
... und da ich von der Anfahrt und dem Kayakfahren ziemlich müde war, blieb ich am Abend im Bungalow und schaute mir auf dem Lapi den Film „Slumdog Millionaire“ an, den mir die Jennifer mal auf meinen Computer geladen hatte. Absolut empfehlenswert der Film!


Mittwoch:

Bin extra schon früher aufgestanden, um eventuell die Tagestour um Koh Phiphi zu machen, mit schnorcheln und „The Beach“ Ao Maya auf Koh Phiphi Ley, Monkey Bay, Bamboo Island und dem ganzen Programm. Im Reisebüro sagte man mir aber dann, dass wegen des Wetters weder die Langboote noch die Schnellboote fahren würden. Daher buchte ich als Ersatzprogramm für diesen Tag eine Klettertour mit Führer. Zwar etwas teuer, aber es hat sich ausgezahlt.

Zum Wiederanfangen hab ich erst mal eine Route toprope gemacht, eine relativ einfache 6-. Da mein Kletterpartner Noi - ein gebürtiger Laote, wohnhaft in Thailand und mit schwedischer Freundin *g* - das dann aber für zu leicht befand, wählte er als nächstes eine 40m-Tour. Da das Seil aber grad mal 60 m lang war, kletterte er vor bis oben und ich kletterte ihm dann nach. War schon eine etwas forderndere 6+, aber dafür war ich glücklich, als ich oben war.

Außerdem wurde ich mit dieser Aussicht belohnt. Hier sieht man gut die zwei Buchten von Koh Phiphi Don.
Während dieser Tour waren unsere Rucksäcke mit Proviant (Wasserflaschen und Bananen) natürlich unbeaufsichtigt und so nutzte eine dreiste Affendame die Gelegenheit, eine unserer Flaschen zu stibitzen und auszutrinken. Netterweise ließ sie uns zumindest die leere Flasche zurück.
Nach weiteren 4 Routen war ich dann geschlaucht genug und wir gingen zurück in den Ort. Auf dem Weg empfohl mir Noi noch eine neue Unterkunft und ein gutes Restaurant – „Papaya“ -, worüber ich sehr froh war. In das Restaurant ging ich dann auch später zum Abendessen, wo ich die zwei Holländer wieder traf und wir noch gemeinsam ein „Singha“ tranken.
In Thailand gibts gleich ein paar wirklich gute Biermarken: Tiger, Singha und Chang sind aber eindeutig die Favoriten. Auf dem Heimweg zum Bungalow kaufte ich mir später noch Mangosteen, eine weitere weitverbreitete Frucht in Südostasien.