.

Dienstag, 25. August 2009

Phiphi-Tour und die letzten Momente in Thailand

Donnerstag:

Gleich am Morgen marschierte ich gleich wieder zum Reisebüro um wegen der Tour zu fragen. Und diesmal fuhren die Boote, auch wenn mich der Angestellte darauf hinwies, dass ich kein Geld zurückbekommen würde, wenn ich während der Fahrt mit dem Langboot Probleme bekomme. Denn es gab doch noch einige hohe Wellen weiter draußen auf dem Meer.

Das störte mich aber nicht besonders und so wartete ich im Gastgarten beim Frühstück auf meine Gruppe.

Dann hieß es Flossen ausfassen, Badehose anziehen und rauf aufs Langboot. Und es war gut, dass ich noch die Badehose angezogen hatte, denn mit jeder Welle bekam ich eine Ladung Wasser entgegengespritzt. Erster Stopp war Monkey Bay, einem kleinen von einem Haufen Affen bevölkerten Strand.

Dann gings weiter zurück Piratenbucht:

Dann in eine weitere Bucht zum Schnorcheln.

Wobei das teilweise gar nicht nötig war, denn durch das wirklich kristallklare Wasser konnte man so schon einiges vom Boot aus sehen. Aber unter Wasser wars noch mal um einiges aufregender.

Nach ca 30 min schnorcheln tuckerten wir weiter zum Ao Maya Beach, also dem Traumstand aus dem Film „The Beach“, wobei wir dazu ein Stück zu einem Einstieg schwimmen mussten und ich daher die Kamera im Boot ließ. Hätte sich aber schon ausgezahlt, sie mitzubringen, denn die Bucht war wirklich traumhaft.

Nach ca 1 Stunde Aufenthalt mussten wir zurück aufs Boot. Und dann wurds spaßig, denn ab dann gings gefühlte 40 – 50 min über eine Welle nach der anderen, wobei wir von Zeit zu Zeit auf Befehl des „Kapitäns“ Gewicht verlagern mussten, sozusagen um nicht zu kentern. Wir strandeten schließlich auf der „Bamboo Island“, wo wir den Strand entlangschlenderten, der voll war mit Muscheln, Korallenstücken und kleinen Krebsen:

Ich machte sogar einen Fund, auf den ich besonders stolz bin. Ist zwar nicht erlaubt, Muscheln oder Korallen von der Insel wegzutragen, aber das musste sein.

Zwischendurch schüttete es mal wieder kurz wie aus Kübeln. Nachdem sich der Regen gelegt hatte, mussten wir noch etwas abwarten, bis unser scheinbar etwas mitgenommene Boot wieder seetauglich gemacht worden war ...

... und dann gings zum letzten Punkt auf der Tour: ein letztes Mal schnorcheln. Und erst hatten viele gar nicht mehr Lust noch mal ins Wasser zu gehen. Doch schließlich waren doch alle im Wasser, denn dieser Tauchplatz war noch mal um Längen besser als der erste. Man konnte sich direkt über Korallenbänke treiben lassen und jede Menge bunter Fische und Seeigel entdecken. Das war echt ein Highlight.

Mit einer cm-dicken Salzkruste kehrte ich dann zu meinem Ressort zurück, wo ich mein Gepäck abholte und mir die neue Unterkunft suchte, die ein bisschen schöner und sauberer war und zugleich aber anstatt der vorherigen 700 Baht nur 400 kostete (ca 9 Euro). Nachdem das Salz weggewaschen war, ging ich noch ein letztes Mal durch den Ort und zum Abendessen ins „Papaya“ (das einzige Restaurant bis dahin in Thailand, wo es Portionen gab, die satt machten).


Freitag:

In der Nacht fegte ein taifunartiger Sturm über die Insel, d.h. es schüttete wirklich wie aus Kübeln und das Wasser kam sozusagen fast schon von unten und der Wind blies auch ziemlich kräftig. Das machte mir am Morgen dann schon etwas Sorgen, ob denn bei dem Wetter meine Fähre nach Phuket und anschließend noch mein Flieger von Phuket nach Kuala Lumpur gehen würde. Die Nachricht von Qizhe, dass sein Flug wegen dem Taifun in Taiwan gecancelt und auf den nächsten Tag verschoben wurde, machte das ganze dann nicht besser.

Gegen 9:00 hatte sich aber das Unwetter wieder gelegt und daher gab es keine Probleme mit der Fähre. Allerdings dauerte die Überfahrt fast 2 Stunden und das Geschaukel lag anscheinend nicht jedem. Das heißt man hörte alle 10 min mal wieder jemanden brechen oder den Gang vorbeistürmen nach draußen und gegen Ende hatte sich auch schon ein würziger Geruch eingestellt.

Ansonsten lief aber alles glatt, ich bekam ein billiges Taxi zum Flughafen und mit meinem Flug gabs auch keine Probleme. Damit wars vorbei mit Thailand, denn der nächste Stopp war Kuala Lumpur in Malaysia.


Mein Resümee zu Thailand:

Workcamp steht ja außer Konkurrenz, das war schon einfach der Hammer und auch das absolute Highlight der ganzen Reise, schlichtweg unschlagbar und unvergesslich. Auch der Norden Thailands mit Chiang Rai und Chiang Mai war recht interessant. In Bangkok wär wohl noch einiges ausständig, dafür hatten die 3-4 Tage nicht ausgereicht, aber die Stadt hat auf jeden Fall Potential. Der Süden mit den Inseln war natürlich einerseits einfach ein Traum von der Landschaft, Meer, Strand und Wetter. Andererseits waren auch die Partys ein tolles Erlebnis. Auf der anderen Seite lernte ich aber auch etwas dazu: nämlich dass ich wie gesagt mehr Zug, Bahn, Bus und Fähren nehmen sollte, wenn ich mehr Zeit habe. Und zweitens hab ich eine gewisse Abneigung gegen Party-Touristen entwickelt, die nach Thailand kommen nur für Saufen, Drogen und Feiern bis zum Umfallen und wegen all der „netten“ Bilder, die man spätnachts/frühmorgens dann am Partystrand zu sehen bekommt. Da geht für mich einfach der Flair Thailands ein wenig verloren. Und es wäre doch schöner in Thailand nicht von 90 % Ausländern (wie zugegebenermaßen ich selbst auch *g*) umgeben zu sein.

Da ich aber unbedingt noch ein paar Dinge sehen und erleben möchte, die ich verabsäumt hatte, steht Thailand noch immer relativ weit oben auf der Liste für den nächsten (Sommer-)Urlaub.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen