Und so war sie schließlich da: die lang gefürchtete letzte Woche!
Montag, Dienstag und Mittwoch war ich eh noch in der Arbeit. Hatte auch das Glück, dass mir meine Kollegin Susanne eine Waage borgte, um mein Gepäck abzuwiegen, um unliebsamen Überraschungen am Flughafen vorzubeugen. Außerdem schloss ich noch meine ausständigen Arbeiten im Büro ab und durfte am Mittwoch nach einem Abschlussgespräch mit meinen Vorgesetzten und gegenseitigen Bewertungen und Berichtschreiben schließlich endgültig Abschied nehmen von meinem Schreibtisch. Am Abend ging ich das letzte Mal auf den Nachtmarkt zum Shoppen.
Donnerstag war ich erst noch beschäftigt mit Kofferpacken und Zeugs ausmisten. Doch schon zu Mittag war ich mit Chongyao verabredet, der zufälligerweise an dem Tag von seiner Korea-Reise zurückkam. Und da er ohnehin am Flughafen Taoyuan landete und nach Taipei musste, trafen wir uns zum Mittagessen. Und wie sich schließlich herausstellte, hatte er sogar noch Zeit und blieb über Nacht. Denn am Abend hatte ich ein letztes gemeinsames Abendessen geplant und da war ich natürlich über jeden zusätzlichen Gast froh. Worüber ich mich überhaupt sehr freute war, dass aus den anfänglichen gerade mal vier Leuten schließlich doch noch sieben wurden. Denn meine Nachfolgerin vom Volontariat war mittlerweile auch schon angekommen in Taipei und die lud ich gleich mit ein. Zum Essen gings zum Thailänder:

War jedenfalls eine unterhaltsame Runde. Und nachdem alle satt waren, suchten wir noch etwas zum Fortgehen und nach einiger Herumirrerei entschieden wir uns schließlich fürs "Lava", einen Club in der Nähe des 101. Hätte mir eigentlich von dem Abend nicht mehr so viel erwartet, da ja zum Beispiel Anderson und Michelle im Berufsleben waren. Aber schließlich war es noch die perfekte letzte Nacht in Taipei und ich war froh, dass mein Taiwan-Aufenthalt so unterhaltsam ausklingen konnte.






Irgendwann gegen 3:00 oder so gings dann doch heim. Freitag morgen fuhr Chongyao zurück zu seiner Familie nach Chiayi, denn dieses Wochenende war das wichtige 中秋節 Mittherbst-Festival, das man normalerweise mit der Familie verbringen sollte. Gegen Mittag kam Jennifer zu meiner Wohnung. Ich war zwar noch ein bisschen mit Taschenpacken beschäftigt, aber als das so halbwegs erledigt war, gingen wir etwas Mittagessen. Und danach gingen wirs endgültig an: großer Rucksack auf den Rücken, kleinere Reisetasche um die Schulter (mit kleinem Rucksack reingestopft) und ein (wirklich schweres) Plastiksackerl mit Laptop und Abschiedsgeschenk von Michelle (綠豆糕 Grüne-Bohnen-Kuchen) und Reiseunterlagen drin. Hinter mir ließ ich einen dezenten Müllberg, aber das durfte bei dem Preis beim besten Willen kein Problem sein. Dann zahlte ich noch meine letzte Stromrechnung, gab den Schlüssel zurück und verabschiedete mich von den Hausmanagern.
So vollgepackt aber mit Jennifers Hilfe schleppte ich mich zur Bushaltestelle. Glücklicherweise hatte ich beim Verlassen noch einen witzigen alten Taiwanesen getroffen, der auch in dem Haus wohnte, und der machte mich darauf aufmerksam, dass die Flughafenbusse nicht nur vom Bahnhof, sondern auch vom Ambassador Hotel gegenüber wegfuhren - wieder mal Glück gehabt, Zeit und Geld für Taxi gespart.
Wir fuhren dann eben mit dem Bus zum Flughafen, wo ich noch ein Weilchen mit Jen sitzen blieb. Doch recht klar war der Kopf sowieso nicht mehr und das Gepäck machte mir auch etwas Kopfzerbrechen und irgendwie wollte ich die Abschiednehmerei ohne großes Tamtam hinter mich bringen. Daher bedankte ich mich noch mal bei Jen fürs Begleiten, fürs Geschenk und alles und ging durch den Security Check. Ab dann lief eigentlich alles perfekt, vom Gepäck her, keine Flugverspätungen, 2 x Umsteigen in Hong Kong und London und mit dem Zug heim.
Ich hatte ja eine "kleine" Überraschung geplant. Der Großteil meiner Familie und Freunde waren ja in der Annahme, ich würde erst am Sonntag heimkommen, tatsächlich kam ich aber am Samstag heim. Mit Iris (große Schwester) als Komplizin, hatte ich zuerst ausgemacht, dass sie sich am Sa von Oma und Opa vom Bahnhof VB abholen ließ, zur selben Zeit, wie ich in VB ankommen sollte. Als wir dann auf einmal beide vorm Opa standen, kam zuerst ein erschreckend emotionsloses "Grüß Gott", bis er dann herausfand, wer da tatsächlich vor ihm stand. Danach machte ich die Fahrertür vom Auto auf und erschreckte die Oma, die auch auf die Schnelle etwas vertattert war. Aber ich denk doch, dass sich beide freuten.
Dann gings heim, wo ich mich vorsichtig auf die Suche nach Mama und Papa machte. Ich entdeckte sie dann im Computerzimmer, beide vertieft im Internet. Als ich dann aber sagte "Hallo! Und was gibts heute zu essen?", war auch bei den beiden der Schock ins Gesicht geschrieben *lol*. Hab mich jedenfalls prächtig amüsiert und war froh, dass alles so geklappt hatte.
Die nächsten Stunden und Tage folgten dann noch mehr Wiedersehen und Überraschungen, auch meinerseits: Überraschungsparty mit Nachbarn und Freunden am Sonntag, neuer Fußboden im Zimmer usw. Irgendwie waren die zwei Pläne zwar total gegeneinandergelaufen und alles war im Prinzip durcheinander, doch auf der anderen Seite hatte es genau so perfekt gepasst.
Kurz und gut: es war genau das, was ich nach dem harten Abschied von Taiwan gebraucht hatte. Jetzt heißt es erst mal wieder an ein "neues, altes Leben" zu gewöhnen, was sich als schwieriger herausstellen sollte als erwartet (vor allem in Sachen Temperatur, Verdauung und Tagesablauf). Wie schon mehrmals erwähnt, waren die fast 8 Monate in Taiwan jedenfalls ohne Zweifel die beste und erfahrungsreichste Zeit meines Lebens und ich hoffe, ich bekomme die Gelegenheit, früher oder später noch mal dorthin zurückzukehren. Und selbst wenn nicht, hab ich einiges aus dieser Zeit mitgenommen, was ich auch anderen Leuten nicht vorenthalten möchte.
Vielen, vielen Dank an alle die mich unterstützt haben, ob Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Uni oder diverse Stipendienstellen! Und was mich auch besonders freut, sind all die positiven Rückmeldungen zu meinem Blog. Hört man natürlich gern, wenn man das nicht nur für sich selber macht, sondern dass es so viele treue Leser gab. Schade irgendwie, aber damit wars das mit meinem Blog! Herzlichen Dank noch mal und ich freu mich, einige von euch wieder persönlich zu sehen und Erfahrungen auszutauschen!
Zurück in Timelkam im guten, alten oberösterreichischen Salzkammergut:
euer Thomas alias 小湯 bzw. 魏曉雙
PS: Sollte ich es doch noch schaffen, die fehlenden Videos upzuloaden, werde ich das in der Nachrichtenzeile über den Beiträgen anmerken!
Montag, Dienstag und Mittwoch war ich eh noch in der Arbeit. Hatte auch das Glück, dass mir meine Kollegin Susanne eine Waage borgte, um mein Gepäck abzuwiegen, um unliebsamen Überraschungen am Flughafen vorzubeugen. Außerdem schloss ich noch meine ausständigen Arbeiten im Büro ab und durfte am Mittwoch nach einem Abschlussgespräch mit meinen Vorgesetzten und gegenseitigen Bewertungen und Berichtschreiben schließlich endgültig Abschied nehmen von meinem Schreibtisch. Am Abend ging ich das letzte Mal auf den Nachtmarkt zum Shoppen.
Donnerstag war ich erst noch beschäftigt mit Kofferpacken und Zeugs ausmisten. Doch schon zu Mittag war ich mit Chongyao verabredet, der zufälligerweise an dem Tag von seiner Korea-Reise zurückkam. Und da er ohnehin am Flughafen Taoyuan landete und nach Taipei musste, trafen wir uns zum Mittagessen. Und wie sich schließlich herausstellte, hatte er sogar noch Zeit und blieb über Nacht. Denn am Abend hatte ich ein letztes gemeinsames Abendessen geplant und da war ich natürlich über jeden zusätzlichen Gast froh. Worüber ich mich überhaupt sehr freute war, dass aus den anfänglichen gerade mal vier Leuten schließlich doch noch sieben wurden. Denn meine Nachfolgerin vom Volontariat war mittlerweile auch schon angekommen in Taipei und die lud ich gleich mit ein. Zum Essen gings zum Thailänder:
War jedenfalls eine unterhaltsame Runde. Und nachdem alle satt waren, suchten wir noch etwas zum Fortgehen und nach einiger Herumirrerei entschieden wir uns schließlich fürs "Lava", einen Club in der Nähe des 101. Hätte mir eigentlich von dem Abend nicht mehr so viel erwartet, da ja zum Beispiel Anderson und Michelle im Berufsleben waren. Aber schließlich war es noch die perfekte letzte Nacht in Taipei und ich war froh, dass mein Taiwan-Aufenthalt so unterhaltsam ausklingen konnte.
Irgendwann gegen 3:00 oder so gings dann doch heim. Freitag morgen fuhr Chongyao zurück zu seiner Familie nach Chiayi, denn dieses Wochenende war das wichtige 中秋節 Mittherbst-Festival, das man normalerweise mit der Familie verbringen sollte. Gegen Mittag kam Jennifer zu meiner Wohnung. Ich war zwar noch ein bisschen mit Taschenpacken beschäftigt, aber als das so halbwegs erledigt war, gingen wir etwas Mittagessen. Und danach gingen wirs endgültig an: großer Rucksack auf den Rücken, kleinere Reisetasche um die Schulter (mit kleinem Rucksack reingestopft) und ein (wirklich schweres) Plastiksackerl mit Laptop und Abschiedsgeschenk von Michelle (綠豆糕 Grüne-Bohnen-Kuchen) und Reiseunterlagen drin. Hinter mir ließ ich einen dezenten Müllberg, aber das durfte bei dem Preis beim besten Willen kein Problem sein. Dann zahlte ich noch meine letzte Stromrechnung, gab den Schlüssel zurück und verabschiedete mich von den Hausmanagern.
So vollgepackt aber mit Jennifers Hilfe schleppte ich mich zur Bushaltestelle. Glücklicherweise hatte ich beim Verlassen noch einen witzigen alten Taiwanesen getroffen, der auch in dem Haus wohnte, und der machte mich darauf aufmerksam, dass die Flughafenbusse nicht nur vom Bahnhof, sondern auch vom Ambassador Hotel gegenüber wegfuhren - wieder mal Glück gehabt, Zeit und Geld für Taxi gespart.
Wir fuhren dann eben mit dem Bus zum Flughafen, wo ich noch ein Weilchen mit Jen sitzen blieb. Doch recht klar war der Kopf sowieso nicht mehr und das Gepäck machte mir auch etwas Kopfzerbrechen und irgendwie wollte ich die Abschiednehmerei ohne großes Tamtam hinter mich bringen. Daher bedankte ich mich noch mal bei Jen fürs Begleiten, fürs Geschenk und alles und ging durch den Security Check. Ab dann lief eigentlich alles perfekt, vom Gepäck her, keine Flugverspätungen, 2 x Umsteigen in Hong Kong und London und mit dem Zug heim.
Ich hatte ja eine "kleine" Überraschung geplant. Der Großteil meiner Familie und Freunde waren ja in der Annahme, ich würde erst am Sonntag heimkommen, tatsächlich kam ich aber am Samstag heim. Mit Iris (große Schwester) als Komplizin, hatte ich zuerst ausgemacht, dass sie sich am Sa von Oma und Opa vom Bahnhof VB abholen ließ, zur selben Zeit, wie ich in VB ankommen sollte. Als wir dann auf einmal beide vorm Opa standen, kam zuerst ein erschreckend emotionsloses "Grüß Gott", bis er dann herausfand, wer da tatsächlich vor ihm stand. Danach machte ich die Fahrertür vom Auto auf und erschreckte die Oma, die auch auf die Schnelle etwas vertattert war. Aber ich denk doch, dass sich beide freuten.
Dann gings heim, wo ich mich vorsichtig auf die Suche nach Mama und Papa machte. Ich entdeckte sie dann im Computerzimmer, beide vertieft im Internet. Als ich dann aber sagte "Hallo! Und was gibts heute zu essen?", war auch bei den beiden der Schock ins Gesicht geschrieben *lol*. Hab mich jedenfalls prächtig amüsiert und war froh, dass alles so geklappt hatte.
Die nächsten Stunden und Tage folgten dann noch mehr Wiedersehen und Überraschungen, auch meinerseits: Überraschungsparty mit Nachbarn und Freunden am Sonntag, neuer Fußboden im Zimmer usw. Irgendwie waren die zwei Pläne zwar total gegeneinandergelaufen und alles war im Prinzip durcheinander, doch auf der anderen Seite hatte es genau so perfekt gepasst.
Kurz und gut: es war genau das, was ich nach dem harten Abschied von Taiwan gebraucht hatte. Jetzt heißt es erst mal wieder an ein "neues, altes Leben" zu gewöhnen, was sich als schwieriger herausstellen sollte als erwartet (vor allem in Sachen Temperatur, Verdauung und Tagesablauf). Wie schon mehrmals erwähnt, waren die fast 8 Monate in Taiwan jedenfalls ohne Zweifel die beste und erfahrungsreichste Zeit meines Lebens und ich hoffe, ich bekomme die Gelegenheit, früher oder später noch mal dorthin zurückzukehren. Und selbst wenn nicht, hab ich einiges aus dieser Zeit mitgenommen, was ich auch anderen Leuten nicht vorenthalten möchte.
Vielen, vielen Dank an alle die mich unterstützt haben, ob Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Uni oder diverse Stipendienstellen! Und was mich auch besonders freut, sind all die positiven Rückmeldungen zu meinem Blog. Hört man natürlich gern, wenn man das nicht nur für sich selber macht, sondern dass es so viele treue Leser gab. Schade irgendwie, aber damit wars das mit meinem Blog! Herzlichen Dank noch mal und ich freu mich, einige von euch wieder persönlich zu sehen und Erfahrungen auszutauschen!
Zurück in Timelkam im guten, alten oberösterreichischen Salzkammergut:
euer Thomas alias 小湯 bzw. 魏曉雙
PS: Sollte ich es doch noch schaffen, die fehlenden Videos upzuloaden, werde ich das in der Nachrichtenzeile über den Beiträgen anmerken!
