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Sonntag, 31. Mai 2009

Dragonboat Festival

Die vergangene Woche stand unter einem ganz besonderen Zeichen, und zwar dem Drachenboot-Fest 端午節 Duanwujie. Dieses Fest hat einen bedeutenden Stellenwert im chinesischen Kalender und findet jedes Jahr am 5. Tag des 5. Monats des Mondjahres statt (dieses Jahr also der 28.05.). Die Tradition geht zurück auf die Geschichte von 屈原 Qu Yuan.


Qu Yuan war ein hoher Beamter des Reiches 楚 Chu und während seiner Amtszeit war dieses Reich im Konflikt mit dem Reich 秦 Qin. Qu Yuan setzte sich nun dafür ein, sein Reich stark zu machen, um Widerstand gegen Qin leisten zu können, stieß dabei aber auf wenig Zuspruch aus seinen Reihen. Schließlich wurde er seines Amtes enthoben und in die Verbannung geschickt. In der Folge wurde das Reich Chu von den Qin erobert. Und aus Trauer über das Misstrauen ihm gegenüber und dem Untergang seines Reiches stürzte er sich am 5. Tag des 5. Mondmonats mit einem Stein in den Miluo-Fluss 汨羅江 Miluojiang. Daraufhin liefen die Bewohner des Reiches Chu zu den Ufern, suchten mit Booten nach dem Leichnam und warfen Reisklößchen ins Wasser um den Körper vor den Wassertieren zu schützen.

Das ist die Kurzfassung dieser Geschichte und daher rühren auch einige Traditionen, die jedes Jahr zu dieser Zeit aufleben, wie das Drachenbootrennen, Reisklößchen essen 粽子 Zongzi und noch ein paar weiter Bräuche wie Duftsäckchen 香包 Xiangbao nähen zur Vertreibung böser Geister und einen speziellen Wein zu trinken 雄黃酒 Xionghuangjiu. Weiters kann man man an diesem Tag um 12:00 rohe Eier aufstellen, die angeblich aufrecht stehen bleiben, man nennt das 立蛋 li dan, und zudem soll das Wasser zu dieser Zeit, also mittags, eine ganz besondere Wirkung oder besonders viel Kraft haben, man nennt das 午時水 wushishui (Mittagswasser).

Falls ihr Interesse habt, könnt ihr mal auf diesen Link gehen, der für uns als Unterrichtsmaterial dient. Auf der Navigationsleiste links könnt ihr euch über alle Bräuche im Jahresablauf "informieren", beginnend mit dem Frühlings- bzw. chinesischen Neujahrsfest 春節 Chunjie. Die Geschichte wird zwar auf Chinesisch erzählt, aber ihr könnt euch ja die Animation anschaun.
Der 4. Punkt handelt vom Drachenbootfest. Dann könnt ihr wieder unter 5 Punkten auswählen:
Der erste 端午節傳說故事 Duanwujie chuanshuo Gushi = die Legende vom Drachenbootfest - erzählt die Geschichte von Qu Yuan.
吃粽子 chi Zongzi = Reisklöße essen,
划龍舟 hua Longzhou = Drachenboot rudern,
雄黃酒 Xionghuangjiu = magischer Wein, der Menschen in ihre ursprüngliche Gestalt zurückverwandelt, und schließlich
立蛋 li Dan = Eier aufstellen.

Am Dienstag hat dazu das Language Center einen Workshop veranstaltet, wo man 粽子 Zongzi (Reisklößchen) und 香包 Xiangbao (Duftsäckchen) selber machen konnte:

Hier seht ihr die Zutaten zum Zongzi-Machen: klebriger Reis (糯米 Nuomi), Bohnen, Fleisch, speziell aufbereitetes Eigelb und vieles anderes ... Diese werden traditionellerweise in Bambusblätter gefüllt.

... Anschließend werden die gefüllten Bambusblätter aufgehängt und man muss warten, bis das ganze schön klebrig ist, so dass man, wenn man das Päckchen öffnet, einen festen Kloß vor sich hat.

Und hier seht ihr mich mit 瑪林 Malin aus Belgien (Klassenkameradin) beim Duftsäckchen-Nähen.

Falls ihr mehr über diese Bräuche oder die Legende wissen wollt, könnt ihr mir natürlich auch einen Kommentar schreiben. Freu mich immer, wenn Fragen kommen.


Am selben Tag hatte ich dann am Abend meinen großen Auftritt. Ich "durfte" im IEAS-Club mich und mein Heimatland vorstellen und bekam dafür fast eine Stunde Zeit. War anfangs etwas pessimistisch genügend Erzählstoff für 1 Stunde zu finden. Da sich aber unsere Kultur zur chinesischen Kultur zum Glück in fast allen nur möglichen Punkten unterscheidet, wurde es schließlich sogar etwas länger.
Als Dank für meine Mühen bekam ich eine Urkunde und einen Sack voll mit einer typisch taiwanesischen Mehlspeise.

Hier möchte ich euch mal meine Chinesisch-Klasse vorstellen:
Wir sind insgesamt um die 10 Schüler (aus Thailand, Südkorea, Vietnam, Belgien, Guatemala, Indonesien und natürlich Österreich) und ganz links seht ihr unsere Lehrerin Li 李老師 Li Laoshi. Und sie ist super!!! Muss auch mal gesagt werden! Laut ihr und ihren Kolleginnen sind wir sogar die beste Klasse in unserem Level.

Am Mittwoch zu Mittag hatten wir dann unser letztes Gruppentreffen von unserer Ruder-Gruppe, um alle Einzelheiten für das große Rennen zu klären, wie Sitzordnung, Trommelrhythmus und Taktik.

Am selben Tag um 18:00 fuhren wir dann gemeinsam mit einem extra gemieteten Bus nach Anping, wo das Rennen stattfinden sollte. Das Ganze lief folgendermaßen ab: Erstens gab es eine eigene Ausländer-Kategorie, somit mussten wir (zum Glück) nicht gegen die Taiwanesen antreten. Für unsere Kategorie gab es in der 1. Runde zwei Rennen mit jeweils 3 Teams gleichzeitig. Die jeweils Erstplatzierten und die zweitplatzierte Gruppe mit der schnelleren Zeit durfte aufsteigen in die 2. Runde am Donnerstag.

Und eigentlich hatte ich mir für unsere Gruppe gute Aufstiegschancen ausgerechnet. Der fatale Fehler war allerdings, dass unser Team-Leader die Sitzordnung gegenüber dem Training geändert hatte und mich zwecks Gewichtsumverteilung von der ersten in die vorletzte Reihe platziert hat. Somit war ich nicht mehr dafür verantwortlich, den Takt für meine Hintermänner vorzugeben (was ich eigentlich gut gemacht hatte, ehrlich jetzt!!!!). Und das Problem war dann, dass die Ruderin vor mir leider absolut kein Gefühl für den Trommeltakt hatte und somit total anders ruderte, weshalb unsere Paddel von Zeit zu Zeit kollidierten. Resultat: wir wurden in unserem Rennen Zweiter und schließlich stellte sich heraus, dass wir um ca 3 Sekunden langsamer waren als die anderen Zweitplatzierten. War darüber dann auch wirklich etwas frustriert, aber alles in allem war es trotzdem ein aufregendes Erlebnis und ein tolles Gefühl bei sowas mal dabei gewesen zu sein.


Die ganz am Schluss im Video waren übrigens die Drittplatzierten und wiiiirklich langsam *hihi*. Achja, an dieser Stelle besondere Anerkennung für Sarah, die sich extra zum Anfeuern (加油 jiayou = heißt sowas wie "Gib Gas!") die Mühe gemacht hat, mit ihren Krücken nach Anping zu kommen und die auch dieses Video aufgenommen hat.

Somit hatten wir von Donnerstag bis Sonntag wegen des Feiertages frei und ein verlängertes Wochenende. Aus Frustration über den Ausgang des Rennens blieb ich diesmal aber daheim in Tainan und verbrachte die Zeit damit, Zongzi zu essen, Zimmer aufzuräumen, auszuschlafen, mit Freunden Zeit zu verbringen und Informationen für die nahenden Sommerferien zu suchen. Eine Sache, die mir im Moment noch etwas Bauchschmerzen bereitet, weil alles noch ziemlich ungewiss ist und ich noch keinen konkreten Plan haben. Hab übrigens am Donnerstag vom Tim gelernt, wie man 麻將 Majiang (= Mahjongg, sehr traditionell chinesisches Brettspiel) und 圍棋 Weiqi (= Go, japan. Brettspiel) spielt.

Und hier noch ein Foto ... Könnt ihr euch denken, warum ich diese Weste tragen musste?
In Taiwan gibt es ja strikt getrennte Mädchen- und Jungen-Dormitories. Und wenn man doch mal einen wichtigen Grund hat, ein Mädchen zu besuchen, muss man sich vom Portier diese Weste geben lassen und nur damit darf man im Dormitory herumlaufen. Allerdings im Falle vom Ching-San-Dorm auch nur bis 16:30, danach sind gar keine Jungs mehr erlaubt. Bei unserem Dormitory (Ching-Yi) brauchen weibliche Besucher keine Weste zu tragen, müssen aber (prinzipiell) auch spätestens um 23:00 das Gebäude verlassen. Kontrolliert wird das bei den Jungs-Dormitories allerdings nicht wirklich :-)

Samstag, 30. Mai 2009

Ausflug nach Taizhong

Samstag morgen mussten wir dann unsere kleine Invalidin mit ihrem Leiden alleine lassen. John und ich machten einen Wochenendausflug nach Taizhong 台中, ca 2 Std Zugfahrt Richtung Taibei von Tainan entfernt. Taizhong (bzw. in taiwan. Romanisierung: Taichung) ist mit etwas mehr als 1 Mio. Einwohnern die drittgrößte Stadt Taiwans und kann sich damit rühmen, das Kraftwerk mit dem weltweit größten CO2-Ausstoß zu beherbergen.
Wir hatten sogar eine Reiseführerin: Vicky aus unserem Department, ein wirklich liebes und hübsches Mädchen. Und sie hat ihren Job gut gemacht. Erster Punkt gleich beim Bahnhof: Stock 20 , eine Art Künstlerstraße direkt neben dem Bahnhof.

Danach holte uns ihre Mutter mit dem Auto ab und brachte uns zu einem großen Einkaufszentrum, wo wir dann zu Mittag aßen, thailändisches Essen ... sehr lecker (auf Vicky's Mum's Kosten, scheinen gut betucht zu sein, denn das Restaurant war nicht billig). Anschließend gingen wir zu Fuß zu einem wirklich sehr interessanten Museum, dem National Museum of Natural Science. Dort gabs unter anderem 3D-Kino, Geschichte, Kultur, aber alles wirklich sehr interessant ausgestellt, wie ich finde.


Der beste Teil kam dann zum Schluss, eine Art Experimentierabteilung und jede Menge Spielereien halt.

Gegen 17:00 mussten wir das Museum dann verlassen und Vicky's Mutter chauffierte uns zum Stadtpark von Taizhong.
... wo mir gleich eine Schildkröte aus dem Wasser zuwinkte.

Von dort aus marschierten wir weiter zu einer berühmten Einkaufs und Essens-Straße in Taizhong. Hier seht ihr eine alte Frau, die Wachteleier brät und verkauft, auch ein typischer taiwanesischer Snack:

... und wie alle Straßen dieser Art, war auch diese arg überlaufen und ein richtiges Gedränge:Dort stärkten wir uns jedenfalls erst mal und fanden sogar einen Platz zum Sitzen (nichts Selbstverständliches, normalerweise auf solchen Straßen isst man einfach alles im Stehen/Gehen).

Der letzte Punkt für diesen Tag war dann ein Konzert/Festival in der Nähe vom National Taiwan Museum of Fine Arts. Eine reine Ansammlung von Foreigners, da waren vielleicht grad mal 10 % Chinesen, der Rest alles Ausländer (liegt vielleicht an der Musikrichtung*g*).


Danach fuhren wir dann erschöpft mit dem Bus zurück und bezogen unser Hotelzimmer, das die Vicky für uns organisiert hatte.


Sonntag:
Für den nächsten Tag hatten wir dann auch gleich einen Tagesablauf aufgestellt, diesen mussten wir aber schließlich drastisch umändern.
Zuerst hieß es frühmorgens um 6:30 aufstehen und beim 7/11 "Frühstück" kaufen. Danach zur Bushaltestelle und ab in den Bus zum 大坑 Dakeng, einem (angeblich 2-Stunden-)Berg in einem Außenbezirk der Stadt, mit einem angeblichen schönen Ausblick. Hab mich auch richtig gefreut, mal wieder ein bisschen in die Natur zu kommen und Bergsteigen. Es ist zwar etwas anders als bei uns, aber es ist oft sehr interessant, wenn man Pflanzen entdeckt, die man vorher noch nicht so gekannt hat, oder wenn man wieder wo im Gestrüpp Äste knacken hört, wenn Affen rumturnen (die ich aber leider noch nie direkt zu Gesicht bekommen habe).

Hier seht ihr zum Beispiel einen Bananenbaum mit einer großen Blüte:

Dennoch hieß es erst mal den Eingang zum Pfad #2 zu finden, den wir uns vorgenommen haben. Und was wir nicht wussten war, dass das erst mal über 1 Stunde Marschieren bedeutete.

Als wir dann endlich am beim Anfang von Pfad #2 ankamen wurde es dann abenteuerlich. Man hat zwar immer einen eindeutigen Pfad und man weiß praktisch immer, wie man gehen muss, aber der Pfad war schon sehr ... besonders *lol*, wie ihr auf den folgenden Bildern seht - teilweise sehr steil und überall diese Holzstufen:

Als Stärkung haben wir uns vorher Ananas- und Wachsapfel-Stücke besorgt:
Nach einem scheißtreibenden Aufstieg auf dem engen, steilen Holzpfad kamen wir dann endlich am Ziel an - war allerdings nur das Ziel von Pfad #2.

Wir beschlossen dann, einen anderen Pfad "runter" zu gehen, und zwar Pfad #3. Was wir nicht wussten war, dass der erst mal noch weiter rauf geht und noch spannender wurde und auch nicht immer ganz intakt war:


Zum Glück kann mans nicht auf allen Fotos so sehen, aber ich hab glaub ich noch nie so arg geschwitzt. Es war einfach echt schwül, windstill und einfach nur anstrengend. Muss aber schon zugeben, dass mich der Weg auch irgendwie echt beeindruckt hat und die Aussicht auch schön war, einfach anders als man es daheim gewohnt ist.

Irgendwann kamen wir dann endlich doch wieder am Ende an, wo wir uns dann auf der Suche nach der Bushaltestelle machten (da wir rausgefunden hatten, dass es auch einen Bus weiter oben gibt). Da allerdings nirgends ersichtlich war, wann der nächste Bus gehen würde, gingen wir schon mal voraus, denn der Bus musste sowieso dieselbe Straße nehmen und in dieser Gegend ist es üblich, dem Bus einfach zu winken und er hält an.

Auf dem Weg stach mir dieses Motiv ins Auge - eine Siedlung mitten im Wald:

... und hier ein echter Lychee-Baum, mit jeder Menge Früchte:

Wie wir schließlich rausfanden, ging der nächste Bus erst gegen 15:00, somit mussten wir uns damit abfinden, den Rest des Weges zur Bushaltestelle in der Stadt zu Fuß zu gehen. Schlussendlich kamen wir anstatt wie geplant um 12:00 mittags erst nach 14:00 im Zentrum an und mussten somit unseren Plan umkrempeln und zudem ohne Vicky die letzten Punkte auf unserem Plan abklappern.

Der nächste war das Mitsukoshi Einkaufszentrum, wo zufällig zu der Zeit eine Autogrammstunde von scheinbar sehr bekannten taiwanesischen Schauspielern stattfand. Viele Schauspieler und Musiker, die auch in China bekannt sind, kommen übrigens aus Taiwan. Unter anderem sogar der Regisseur vom Oscar-gekrönten Film "Brokeback Mountain" Ang Lee, der sogar aus Tainan kommt.


Im Shopping Center stolperten wir auch zufällig in eine kleine Modeschau:

Leider fanden wir uns beide nichts zum Kaufen. Daher fuhren wir mit dem Bus weiter zu einem berühmten Sonnenkuchen-Geschäft. Taizhong ist bekannt für seinen 太陽餅 Taiyangbing = Sonnenkeks und nachdem Chinesen immer gerne berühmtes Essen kaufen, bestand John darauf, diesen berühmten Kuchen zu kaufen. War aber einfach nur teuer und nicht wirklich besonders gut ... wieder mal *g*.

Als letzten Punkt vor unserer Heimreise gingen wir noch auf den Nachtmarkt 逢甲 Fengjia, in der Nähe der Fengjia University, wo wir unser Abendessen hatten. Da fand ich auch einen eigenen Stand für die schon mal erwähnten gepressten Reisplatten mit Schweineblut, von wo sie ihre schwarze Farbe bekommen. Hab mich auch schon daran gewöhnt und man bekommt das auch an jedem Luwei-Stand und auf den Nachtmärkten, also nichts wirklich Außergewöhnliches.

Hab es aber vorgezogen, mir so etwas wie Ofenkartoffeln zu kaufen mit verschiedenem Gemüse und Fleisch drin und dazu einen Kebab von einem echten Iraner (allerdings leider in einem taiwanesischen also süßen Brötchen).

So fuhren wir nach diesem wirklich anstrengenden Tag mit dem Zug zurück nach Tainan. Allerdings mit einem wirklich positiven Eindruck. Meiner Meinung nach war Taizhong die interessanteste Stadt, in der wir bis jetzt waren, einfach sehr lebendig, pulsierend und mit vielen Unterhaltungs- und Shopping-Möglichkeiten.

Freitag, 29. Mai 2009

Sarah im Krankenhaus

Bin wieder mal im Verzug, ich weiß. Hier die Woche 18.5. bis 22.5. im Rückblick:

Hier aber erst noch ein paar nachträgliche Bilder von unserem Dragonboat Training:



Am Montag morgen, als ich eigentlich zu meinem Investments-Kurs gehen sollte, hab ich mich leider noch immer krank gefühlt und der Hals hat ziemlich wehgetan und war ein bisschen geschwollen. Hab also geschwänzt und bin dann erst nach dem Mittagessen zu meinem Chinesisch-Kurs zur Uni gefahren. Mittlerweile gehts mir wieder gut, obwohl ich jeden Tag noch immer etwas Halsweh hab. Und ich glaub ich weiß auch warum. Es sind wirklich die Klimaanlagen. In letzter Zeit ist es einfach immer so schwül und heiß und in den Klassenräumen dafür dann immer richtig kalt, wegen der Klimaanlagen, da verkühlt man sich einfach schnell. Außerdem hab ich das Gefühl, dass die Luft die aus den Klimaanlagen kommt, auch nicht so gesund ist. Meine Konsequenz daraus: ich zieh mir in der Klasse jetzt immer einen Pulli an, auch wenn meine Lehrerin und meine Klassenkameraden das etwas verwunderlich finden (bei 32 °C Außentemperatur und Sonnenschein).

Am Dienstag morgen haben die Jingjing und ich die Sarah ins Krankenhaus gebracht. Wie bereits erwähnt, hat sie sich ja ihr Knie verletzt und hat seitdem einen Gips von der Hüfte bis zu den Zehen. Laut ihrer Erklärung ist das Knie (oder vielleicht ein Teil davon) "heruntergefallen". Kann mir noch immer nicht ganz vorstellen, wie so etwas aussieht, auf jeden Fall nichts Angenehmes. Am Nachmittag nach der Uni bin ich auch gleich wieder ins KH gefahren und hab gemeinsam mit Xiaoyun und John darauf gewartet, dass die Sarah aus dem OP kommt.

Am Mittwoch im IBS-Kurs musste ich dann meiner Lehrerin erklären, warum die Sarah nicht kommen kann. Und als Folge hat die das dann gleich in der ganzen Klasse erzählt und war sehr besorgt. Die Konsequenz daraus (wie ich später von der Sarah erfahren habe): Die halbe Klasse und sogar der Chairman von unserem Department haben sie im KH besucht und Geschenke gebracht, wie zB diese Schachtel Früchte vom Chairman (Obst ist ein sehr übliches und gern gesehenes Geschenk in der chinesischen Kultur):
Und da taiwanesische Versicherungen etwas ineffektiv sind, war der Chairman so nett und hat der Sarah 3,000 NT$ geschenkt (ca 60 Euro) und leiht ihr sogar nötige Mittel für Heilbehelfe und KH-Kosten (vom Departments-Budget natürlich, taiwanesische Unis sind glaub ich um einiges reicher als österreichische).

Am Donnerstag haben wir beschlossen, am Abend für die Sarah eine kleine Fruit-Party im Krankenhaus zu veranstalten.

Dafür haben wir Mangos, Lychee, Ananas, Kiwis, Wachäpfel und Honigmelonen eingekauft und dann gemeinsam mit ihr in ihrem Zimmer gegessen.
Was aber wirklich interessant ist, hier in Taiwan (und angeblich auch in China oder anderen Teilen Asiens) ist es üblich, dass ein Familienangehöriger oder Freund rund um die Uhr bei dem Patienten bleibt. Und das Tag für Tag. Hat mich ehrlich gesagt schon etwas erschrocken, als wir dann einen Plan aufgestellt haben, wer wann bei ihr ist. Und was ich wirklich bewundere, der John ist wirklich ohne zu zögern immer bei der Sarah geblieben, wenn sonst keiner Zeit hatte, hat sogar mindestens 2-3 Mal bei ihr im Krankenhaus übernachtet. Und das obwohl ich weiß, dass er nichts von ihr will *g*.

Am Freitag Vormittag hab ich dann all meinen "Mut" zusammengenommen und beschlossen, ohne fremde Hilfe zum Frisör zu gehen. Mein letzter Frisör-Shop hatte leider an diesem Tag zu, was mich noch etwas mehr verunsicherte. Im Endeffekt fand ich dann aber doch noch einen Laden mit ein paar nett aussehenden Frisörinnen. Und ich bekam wieder eine sehr angenehme Kopfmassage und einen feschen Haarschnitt. Und worauf ich besonders stolz war, ich hab die ganze Zeit mit der Friseuse geredet, auf chinesisch. Hab echt schon ordentliche Fortschritte gemacht im Vergleich zu meinen Anfängen. Meine Chinesisch-Lehrerin war auch stolz auf mich für diese "Leistung" *lol* und hat gemeint, dass manche Taiwanesen sogar manchmal extra zum Haarwaschen wegen der Kopfmassage zum Frisör gehen, ganz ohne Haarschneiden.

Wochenende folgt in Kürze ...

Mittwoch, 20. Mai 2009

Exkurs: Essen, Trinken und Obst in Taiwan

Heute gibts mal eine kleine Sonderausgabe meines Blogs, da ich euch einen etwas besseren Eindruck von meiner Ernährung hier in Taiwan vermitteln möchte *g*.

一 (Erstens): Essen

Im Großen und Ganzen stehen täglich für Mittag- und Abendessen zwei große Kategorien zur Auswahl: Reis oder Nudeln. Alles andere gibts eher seltener, unter Umständen vielleicht mal "Teigtaschen" - wenn man das so übersetzen will - aber sicher nicht täglich. Bei diesen sogenannten 包子 Baozi gibts dann wieder eine unendliche Auswahl an Unterarten, wo ich aber selber nicht so richtig durchblick .... Was mich jedenfalls immer wieder erstaunt, ist wie die Taiwanesen das schaffen, dass echt alle Baozi wie ein Ei dem anderen gleichen, und jedes Einzelne diese filigrane Zwirbelspitze hat. Diese hier auf dem Bild sind gedämpft, es gibt aber ebenso gekochte und gebratene:


Bei Reis ~飯 ~fan und Nudeln ~麵 ~mian stehen einem dann auch wieder eine Unmenge an Kombinationen zur Verfügung, die sich aber im Endeffekt auch nicht sonderlich unterscheiden. Die billigste und zugleich vermutlich auch gesündeste Möglichkeit ist dann das Buffetessen, wie es zum Beispiel im Studentenrestaurant angeboten wird: 50 NT$ (ca € 1,20) für Reis (weiß, violett oder anders - zB Curry .... jeden Tag anders) + 4 versch. Sorten Gemüse/Tofu + 1 Sorte Fleisch. Dazu kann man sich gratis (eine nicht sehr ansehnliche) Suppe nehmen. Gemüse gibts übrigens generell nie roh, wird immer entweder gedünstet, gekocht oder gebraten und (gerade Karotten) oft mit Ei vermischt. Auf dem Bild seht ihr übrigens das grüne Zeug, das heißt 空心菜Kongxincai und ich glaub für das gibts bei uns nicht mal 'nen Namen, wird vermutlich an Vieh verfüttert *g*.



二 (Zweitens): Trinken

Wie im letzten Posting schon erwähnt, trinken Chinesen gerne lauwarmes 冷開水 lengkaishui bis fast kochendes Wasser 開水 kaishui . Daneben gibt es aber gerade in Taiwan und vielleicht besonders in Tainan eine Unmenge an Auswahl an anderen Getränken - wie ich finde ein wahres Paradies.

Die eine Kategorie ist - wie ihr wahrscheinlich schnell erraten könnt - Tee. Im Großen und Ganzen wird unterschieden zwischen schwarzem 紅茶 Hongcha (wörtl. roter Tee) und grünem Tee 綠茶 Lücha. Daneben gibt es dann schon auch noch ein paar Kräutertees und verschiedenste Geschmacksrichtungen. Und meist wird hier Tee kalt getrunken.

Eine wahrscheinlich in Taiwan einzigartige und sehr beliebte Variation von Tee: 珍珠奶茶 Zhenzhu Naicha also wörtlich übersetzt Perlen-Milchtee:


Ist meist schwarzer Tee mit Milch und das Besondere sind die kleinen oder größeren Kügelchen drin. Diese haben eigentlich kaum Geschmack, sondern sind wahrscheinlich einfach nur zum Spaß drin. Sie sind etwas zäh beim Kauen und haben eine gummiartige Konsistenz und sind ziemlich flutschig. War also schwer, eine Kugel davon fürs Foto aufzuschneiden. Soweit ich weiß werden diese Perlen aus Stärke hergestellt (Tapioka). Für dieses Getränk gibts auch einige englische Bezeichnungen: Bobba Milk Tea, Pearl Milk Tea, Bubble Milk Tea und sogar Big Boob Milk Tea (soll aber bei Mädchen keine falschen Hoffnungen erwecken).

Die zweite Kategorie sind Fruchtsäfte - und zwar richtige!! Das heißt man wählt eine Frucht aus und die wird dann je nach Belieben mit Wasser, Milch oder 多多 Duoduo = so was wie Yakult in den Mixer gegeben und man bekommt dann den frischen Saft. Zur Auswahl stehen meist: Apfel, Tomate, Banane, Ananas, Weintrauben, Wassermelone, Papaya, Guave, Kiwi, gemischte Früchte und dann noch je nach Saison Erdbeeren, Mango, Honigmelone und mal sehen was noch kommt.

Wenn man Tee 茶 Cha oder Fruchsäfte 果汁 Guozhi bestellt, gibt man dann außerdem meist noch an, wieviel Zucker und Eis man haben will. Dabei gibt es jeweils 5 Abstufungen von 100 % 正常 zhengchang bis 0 % 去 糖/冰 qu tang/bing (Zucker/Eis). Man bekommt das fertige Getränk dann immer abgefüllt in diese Plastikbecher, die oben mit einer Plastikfolie verschweißt werden, und einen Strohhalm dazu. Ich find dieses System echt richtig praktisch und ich kauf mir pro Tag durchschnittlich zwischen 4 und 6 Becher *g*.


三 (Drittens): Obst

Hier seht ihr eine kleine Auswahl an Früchten, manche davon sind vielleicht für euch auch neu:

芭樂 Bale = Guave
Hat in etwa die Größe eines Apfels, schmeckt aber relativ fad. Das Fruchtfleisch ist ein bisschen birnenartig nur etwas härter. Nicht wirklich mein Lieblingsobst!


枇杷 Pipa = Loquat bzw. Japanische Wollmispel
Geschmack ist süß und leicht säuerlich, hat einen relativ großen Kern und eine pelzige Schale. Etwas aufwendig wegen Schälen aber schmeckt sehr gut.


蓮霧 Lianwu = Wachsapfel
Hat kaum Geschmack, ist aber sehr knackig, saftig und erfrischend. Hat keinen Kern, ist nur etwas trockeneres Gewebe in der Mitte, das ich immer rausschneide.


() 香瓜 (Yang) Xianggua = Amarillo, gelbe kanarische Honigmelone
Dachte ich probier das mal aus, aber im Prinzip schmeckt sie wirklich wie eine Zuckermelone und so richtig begeistert bin ich nicht. Kennt ihr vielleicht sogar aus unseren Supermärkten.


Die nächste Frucht ist wirklich sehr interessant und ich vermute mal, die meisten von euch haben noch nie davon gehört.
Sie heißt 榴蓮 Liulian, auf dt. Durian bzw wird sie auch Stink- oder Käsefrucht genannt. Wenn man eine vor sich hat, weiß man auch warum. Sie stinkt wirklich entsetzlich, ein bisschen wie Kompost und leicht süßlich *würg*. Das Fruchtfleisch ist etwas batzig und matschig und schmeckt so wie es riecht. Ich hab mir mal aus Neugierde so ein Teil gekauft, ist wirklich relativ groß, in etwa wie eine Melone, war auch nicht billig, glaub mehr als 5 Euro, aber ich konnte sie einfach nicht aufessen und hab sie daher hergeschenkt.

Dazu gibts ein paar witzige Fakten, die ihr auch auf Wikipedia nachlesen könnt (Hier klicken!):
Zum Beispiel ist es in vielen Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln verboten, eine Durian bei sich zu haben wegen des Gestanks. Und wenn man in einem Hotel gegen dieses Verbot verstößt, muss man unter Umständen zur Strafe eine weitere Woche bezahlen. Und John hat mir noch erzählt, dass es in Südostasien (wo die Frucht herkommt) sogar Kondome mit diesem Geschmack gibt. Den Zweck versteh ich aber nicht wirklich *lol*.

Und zuletzt noch - neben Mango - zurzeit eine meiner Lieblingsfrüchte:
荔枝 Lizhi = Lychee/Litschi
Gibts übrigens auch in Österreich in den besseren Supermärkten zu kaufen und echt empfehlenswert. Schmeckt sehr süß, Fruchtfleisch ist milchigweiß bis transparent und glitschig und innen drin ist ein Kern. Aber der Geschmack ist einfach unbeschreiblich, exotisch einfach *sabber*. Und hier in Taiwan noch besser als daheim.



Das war zwar nur ein grober Einblick, aber ich hoffe, ich konnte damit mal ein paar Zweifel über meine Ernährung aus dem Weg räumen.
Sollte doch noch Misstrauen bestehen, bitte einfach fragen :-)

Montag, 18. Mai 2009

Dragonboat Festival

大家好 Da Jia Hao (Große Familie Hallo), Hallo alle zusammen!

Mann bin ich heute (Montag) gut drauf, Grund dafür gibts keinen, aber ich glaub das macht die komische chinesische Medizin, die ich gestern von der Sarah bekommen hab. Aber alles der Reihe nach:

Letzten Montag hatten wir das erste Training fürs Dragonboat Race. Das Dragonboat Festival ist ein sehr wichtiger Feiertag im chinesischen Kalender und zu diesem Anlass findet immer ein Drachenbootrennen statt. Unser Language Center hat da auch ein paar Teams zusammengestellt, jeweils mit 18 Ruderern und einem Trommler. Ein paar bessere Fotos bekomm ich hoffentlich später auch mal, damit ihr euch etwas mehr drunter vorstellen könnt. So sieht jedenfalls so ein Drachenboot aus und das ganze Spektakel findet im Tainan Canal statt (und ja, er riecht auch so!):

Ich musste für das Training extra meine Chinesisch-Klasse schwänzen, weil das Language Center das so "super" organisiert hat *grml*, nämlich nicht nur für Montag, sondern alle 4 Trainings fanden zu Zeiten statt, wo ich Chinesisch-Kurs hatte, was die Büro-Tussen eigentlich wissen sollten. Naja, war halt ein bisschen verärgert deswegen, aber am Abend nach unserem Japanischen Dinner und ein paar Sake wars schon wieder fast verflogen.

Am Dienstag gabs wieder Training, diesmal hab ich aber bei einer anderen Gruppe mitgemacht. Abends ging ich dann mit meinen chinesischen Freunden 水餃 Shuijiao (= Wasser Knödel) essen, wirklich lecker und schmecken/sehen in etwa so aus wie Baozi. Hatte leider wieder mal meine Digicam nicht mit. Und danach hab ich noch brav meinen Guglhupf, den ich diese Woche von meiner Oma geschickt bekommen habe, mit ihnen geteilt.
Frag mich nur, wie die Oma das geschafft hat, dass der Guglhupf sogar noch so einer langen Reise noch fabelhaft schmeckt. 婆婆,你厲害 (popo, ni lihai = Oma, du bist spitze!)

Am Mittwoch hab ich mir dann endlich auch so eine unentbehrliche Wasserflasche gekauft, und ein NCKU-T-Shirt. Ja, Wasserflasche, das ist nämlich etwas ganz Typisches für die Chinesen und praktisch jeder hat eine. Meine hab ich bei Starbucks gekauft, weil von Starbucks gibts für jede Stadt eine eigene Flasche. Hier also meine:
Und die Chinesen schleppen ihre Flasche fast überall mit. Das Besondere daran aber, sie versuchen damit nicht, kaltes Wasser kühl zu halten, sondern sie füllen immer warmes wenn nicht gar fast kochendes Wasser rein, egal ob es draußen kalt oder heiß ist. Darum stehen auch in vielen öffentlichen Gebäuden wie etwa der Uni oder wie hier auf dem Foto in unserem Dormitory diese Wasserspender, wo du dir kaltes, warmes und heißes Wasser runterlassen kannst. So kann man sich auch ganz einfach Tee machen oder gewisse Fertiggerichte mit heißem Wasser aufgießen. Hab mir mittlerweile auch schon angewöhnt, am Morgen zuerst mal etwas heißes Wasser zu trinken, ist glaub ich auch wirklich besser für den Magen.

Am Mittwoch sind meine Chinesen übrigens ohne mich nach Taibei gefahren. Ich kann natürlich nicht mitten unter der Woche abhauen und alle Kurse schwänzen, aber die haben ja nur 1 bis 2 Kurse pro Woche.

Am Donnerstag nach meinem Taiji-Kurs hab ich mir wieder mal mit der Jen einen Film in der Bib angeschaut, wirklich empfehlenswert für alle Fans von Komödien: "Big Fat Liar". Language Exchange fiel diesmal wegen einem Rugby-Match aus.

Am Freitag hatten wir unser letztes Dragonboat-Training. Am Abend ging ich mit Jen, Daniel, einem anderen John und 3 Freunden aus Paraguay ins Kino "Angels and Demons" ankucken. War auch wie zu erwarten nicht schlecht.

Samstag nach einem langen ausgiebigen Schlaf machte ich mit dem Rad einen Ausflug nach Anping zum Strand. Nachdem mir meine Chinesisch-Lehrerin gesagt hat, dass dieser schöner sein soll als Golden Coast und auch in etwa gleich weit.

So richtig umgehauen hat's mich allerdings nicht, Qualität ist in etwa gleich (mittelmäßig bis schlecht *g*) und Schwimmen ist eigentlich auch nicht erlaubt. Aber ein paar Surfer gibts. Und das Wetter war auch super!

Am Heimweg hab ich dann noch ein Foto von 林默娘 Lin Moniang gemacht:
Also nicht von ihr persönlich, aber von der Statue, ist immerhin eine Göttin. Und zwar eine daoistische Himmelsgöttin und Schutzgöttin der Fischer und Seeleute, auch genannt 媽祖 Mazu. Und gerade hier in Taiwan, wo viele Städte am Meer liegen, ist diese Göttin sehr präsent und ihr sind auch viele Tempel gewidmet. Mehr dazu auf Wikipedia: Hier der direkte Link!

Hier noch ein Foto vom Tainal Canal mit einem Ruderteam im Training:

Am Abend ging ich noch mit Jen und den Paraguayanern Mexikanisch Essen (ist allerdings hier in Taiwan etwas bescheidener und einfacher gehalten als zuhause in Ö). Während dem Essen bekam ich dann plötzlich einen Anruf von Sarah: Sie hatte einen Unfall in Taibei, liegt im Krankenhaus und hat sich das Knie gebrochen (oder sowas Ähnliches). War jedenfalls ziemlich aufgelöst, nur konnte ich ihr von Tainan aus auch nicht wirklich helfen.

Am Sonntag Morgen um 4:40 (!!) kam sie dann verfrüht mit dem Zug in Tainan an und Qizhe und ich holten sie vom Bahnhof ab, immerhin hatte sie einen Gips von der Hüfte bis zum Fuß, somit konnte sie ohne Hilfe nicht wirklich heim. Wir brachten sie dann nochmal in die Uniklinik der NCKU und daraufhin gleich zurück in ihr Dormitory. Nachdem uns zwei Männer dann der Portier nach ein paar Minuten auch schon wieder rauszitierte, gings dann gleich wieder ab ins Bett für mich und da blieb ich dann auch bis nach 15:00. Hab mir irgendwann die Woche anscheinend was eingefangen und fühl mich seitdem etwas schwach und kränklich. Und seit Samstag Nacht hab ich dann wirklich literweise geschwitzt (hmm lecker :-) ) und ich hab mich die ganze Zeit gefragt, ist das einfach das Wetter oder bin ich krank. Beides hat jedenfalls mitgespielt. Wird nämlich immer heißer und die Luft immer feuchter *stöhn*.

Naja, sonst hab ich mich Sonntag Abend nur noch mit den Chinesisch-Lehrerinnen getroffen. Und da ich so nett war und Sarah frühmorgens vom Bf abgeholt hab, war sie dann auch so nett und hat mir von einer von den "Lehrerinnen" einen Becher mit so einer schwarzen Flüssigkeit zukommen lassen, chinesischer Medizin halt *g*, die gegen den Infekt und das Schwitzen helfen soll. Dauert allerdings noch mit der Wirkung ...
Naja, und um Mitternacht hab ich mich dann noch mit der Jen im Mäci getroffen, die mir bei der Chinesisch-Hausübung geholfen hat. Das ist übrigens auch eine wirklich typisch taiwanesisch-chinesische Angewohnheit: in ein Fast-Food Restaurant zum Lernen gehen, auch mitten in der Nacht und sogar ein kurzes Nickerchen ist für manche dort möglich *g*.

Hier hab ich noch ein paar Links und zwar von der Vieshow-Werbung, die ich immer recht witzig find (Vieshow ist eine große Kino-Kette hier in Taiwan):
Vieshow #1
Vieshow #2
Vieshow #3
Vieshow #4


PS: Achja und wers noch nicht weiß: Ich komme heim nach Österreich :-). Und zwar sollte ich am 4. Oktober gegen Mittag in Wien ankommen (wenns ein bisschen reibungsloser verläuft als der Hinflug). Flug ist schon gebucht, relativ billig um ca 500 Euro Taibei - Hongkong - London Heathrow - Wien. Also bis dahin, brav Blog lesen ;-)!!