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Montag, 18. Mai 2009

Dragonboat Festival

大家好 Da Jia Hao (Große Familie Hallo), Hallo alle zusammen!

Mann bin ich heute (Montag) gut drauf, Grund dafür gibts keinen, aber ich glaub das macht die komische chinesische Medizin, die ich gestern von der Sarah bekommen hab. Aber alles der Reihe nach:

Letzten Montag hatten wir das erste Training fürs Dragonboat Race. Das Dragonboat Festival ist ein sehr wichtiger Feiertag im chinesischen Kalender und zu diesem Anlass findet immer ein Drachenbootrennen statt. Unser Language Center hat da auch ein paar Teams zusammengestellt, jeweils mit 18 Ruderern und einem Trommler. Ein paar bessere Fotos bekomm ich hoffentlich später auch mal, damit ihr euch etwas mehr drunter vorstellen könnt. So sieht jedenfalls so ein Drachenboot aus und das ganze Spektakel findet im Tainan Canal statt (und ja, er riecht auch so!):

Ich musste für das Training extra meine Chinesisch-Klasse schwänzen, weil das Language Center das so "super" organisiert hat *grml*, nämlich nicht nur für Montag, sondern alle 4 Trainings fanden zu Zeiten statt, wo ich Chinesisch-Kurs hatte, was die Büro-Tussen eigentlich wissen sollten. Naja, war halt ein bisschen verärgert deswegen, aber am Abend nach unserem Japanischen Dinner und ein paar Sake wars schon wieder fast verflogen.

Am Dienstag gabs wieder Training, diesmal hab ich aber bei einer anderen Gruppe mitgemacht. Abends ging ich dann mit meinen chinesischen Freunden 水餃 Shuijiao (= Wasser Knödel) essen, wirklich lecker und schmecken/sehen in etwa so aus wie Baozi. Hatte leider wieder mal meine Digicam nicht mit. Und danach hab ich noch brav meinen Guglhupf, den ich diese Woche von meiner Oma geschickt bekommen habe, mit ihnen geteilt.
Frag mich nur, wie die Oma das geschafft hat, dass der Guglhupf sogar noch so einer langen Reise noch fabelhaft schmeckt. 婆婆,你厲害 (popo, ni lihai = Oma, du bist spitze!)

Am Mittwoch hab ich mir dann endlich auch so eine unentbehrliche Wasserflasche gekauft, und ein NCKU-T-Shirt. Ja, Wasserflasche, das ist nämlich etwas ganz Typisches für die Chinesen und praktisch jeder hat eine. Meine hab ich bei Starbucks gekauft, weil von Starbucks gibts für jede Stadt eine eigene Flasche. Hier also meine:
Und die Chinesen schleppen ihre Flasche fast überall mit. Das Besondere daran aber, sie versuchen damit nicht, kaltes Wasser kühl zu halten, sondern sie füllen immer warmes wenn nicht gar fast kochendes Wasser rein, egal ob es draußen kalt oder heiß ist. Darum stehen auch in vielen öffentlichen Gebäuden wie etwa der Uni oder wie hier auf dem Foto in unserem Dormitory diese Wasserspender, wo du dir kaltes, warmes und heißes Wasser runterlassen kannst. So kann man sich auch ganz einfach Tee machen oder gewisse Fertiggerichte mit heißem Wasser aufgießen. Hab mir mittlerweile auch schon angewöhnt, am Morgen zuerst mal etwas heißes Wasser zu trinken, ist glaub ich auch wirklich besser für den Magen.

Am Mittwoch sind meine Chinesen übrigens ohne mich nach Taibei gefahren. Ich kann natürlich nicht mitten unter der Woche abhauen und alle Kurse schwänzen, aber die haben ja nur 1 bis 2 Kurse pro Woche.

Am Donnerstag nach meinem Taiji-Kurs hab ich mir wieder mal mit der Jen einen Film in der Bib angeschaut, wirklich empfehlenswert für alle Fans von Komödien: "Big Fat Liar". Language Exchange fiel diesmal wegen einem Rugby-Match aus.

Am Freitag hatten wir unser letztes Dragonboat-Training. Am Abend ging ich mit Jen, Daniel, einem anderen John und 3 Freunden aus Paraguay ins Kino "Angels and Demons" ankucken. War auch wie zu erwarten nicht schlecht.

Samstag nach einem langen ausgiebigen Schlaf machte ich mit dem Rad einen Ausflug nach Anping zum Strand. Nachdem mir meine Chinesisch-Lehrerin gesagt hat, dass dieser schöner sein soll als Golden Coast und auch in etwa gleich weit.

So richtig umgehauen hat's mich allerdings nicht, Qualität ist in etwa gleich (mittelmäßig bis schlecht *g*) und Schwimmen ist eigentlich auch nicht erlaubt. Aber ein paar Surfer gibts. Und das Wetter war auch super!

Am Heimweg hab ich dann noch ein Foto von 林默娘 Lin Moniang gemacht:
Also nicht von ihr persönlich, aber von der Statue, ist immerhin eine Göttin. Und zwar eine daoistische Himmelsgöttin und Schutzgöttin der Fischer und Seeleute, auch genannt 媽祖 Mazu. Und gerade hier in Taiwan, wo viele Städte am Meer liegen, ist diese Göttin sehr präsent und ihr sind auch viele Tempel gewidmet. Mehr dazu auf Wikipedia: Hier der direkte Link!

Hier noch ein Foto vom Tainal Canal mit einem Ruderteam im Training:

Am Abend ging ich noch mit Jen und den Paraguayanern Mexikanisch Essen (ist allerdings hier in Taiwan etwas bescheidener und einfacher gehalten als zuhause in Ö). Während dem Essen bekam ich dann plötzlich einen Anruf von Sarah: Sie hatte einen Unfall in Taibei, liegt im Krankenhaus und hat sich das Knie gebrochen (oder sowas Ähnliches). War jedenfalls ziemlich aufgelöst, nur konnte ich ihr von Tainan aus auch nicht wirklich helfen.

Am Sonntag Morgen um 4:40 (!!) kam sie dann verfrüht mit dem Zug in Tainan an und Qizhe und ich holten sie vom Bahnhof ab, immerhin hatte sie einen Gips von der Hüfte bis zum Fuß, somit konnte sie ohne Hilfe nicht wirklich heim. Wir brachten sie dann nochmal in die Uniklinik der NCKU und daraufhin gleich zurück in ihr Dormitory. Nachdem uns zwei Männer dann der Portier nach ein paar Minuten auch schon wieder rauszitierte, gings dann gleich wieder ab ins Bett für mich und da blieb ich dann auch bis nach 15:00. Hab mir irgendwann die Woche anscheinend was eingefangen und fühl mich seitdem etwas schwach und kränklich. Und seit Samstag Nacht hab ich dann wirklich literweise geschwitzt (hmm lecker :-) ) und ich hab mich die ganze Zeit gefragt, ist das einfach das Wetter oder bin ich krank. Beides hat jedenfalls mitgespielt. Wird nämlich immer heißer und die Luft immer feuchter *stöhn*.

Naja, sonst hab ich mich Sonntag Abend nur noch mit den Chinesisch-Lehrerinnen getroffen. Und da ich so nett war und Sarah frühmorgens vom Bf abgeholt hab, war sie dann auch so nett und hat mir von einer von den "Lehrerinnen" einen Becher mit so einer schwarzen Flüssigkeit zukommen lassen, chinesischer Medizin halt *g*, die gegen den Infekt und das Schwitzen helfen soll. Dauert allerdings noch mit der Wirkung ...
Naja, und um Mitternacht hab ich mich dann noch mit der Jen im Mäci getroffen, die mir bei der Chinesisch-Hausübung geholfen hat. Das ist übrigens auch eine wirklich typisch taiwanesisch-chinesische Angewohnheit: in ein Fast-Food Restaurant zum Lernen gehen, auch mitten in der Nacht und sogar ein kurzes Nickerchen ist für manche dort möglich *g*.

Hier hab ich noch ein paar Links und zwar von der Vieshow-Werbung, die ich immer recht witzig find (Vieshow ist eine große Kino-Kette hier in Taiwan):
Vieshow #1
Vieshow #2
Vieshow #3
Vieshow #4


PS: Achja und wers noch nicht weiß: Ich komme heim nach Österreich :-). Und zwar sollte ich am 4. Oktober gegen Mittag in Wien ankommen (wenns ein bisschen reibungsloser verläuft als der Hinflug). Flug ist schon gebucht, relativ billig um ca 500 Euro Taibei - Hongkong - London Heathrow - Wien. Also bis dahin, brav Blog lesen ;-)!!

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