Samstag morgen mussten wir dann unsere kleine Invalidin mit ihrem Leiden alleine lassen. John und ich machten einen Wochenendausflug nach Taizhong 台中, ca 2 Std Zugfahrt Richtung Taibei von Tainan entfernt. Taizhong (bzw. in taiwan. Romanisierung: Taichung) ist mit etwas mehr als 1 Mio. Einwohnern die drittgrößte Stadt Taiwans und kann sich damit rühmen, das Kraftwerk mit dem weltweit größten CO2-Ausstoß zu beherbergen.
Wir hatten sogar eine Reiseführerin: Vicky aus unserem Department, ein wirklich liebes und hübsches Mädchen. Und sie hat ihren Job gut gemacht. Erster Punkt gleich beim Bahnhof: Stock 20 , eine Art Künstlerstraße direkt neben dem Bahnhof.

Danach holte uns ihre Mutter mit dem Auto ab und brachte uns zu einem großen Einkaufszentrum, wo wir dann zu Mittag aßen, thailändisches Essen ... sehr lecker (auf Vicky's Mum's Kosten, scheinen gut betucht zu sein, denn das Restaurant war nicht billig). Anschließend gingen wir zu Fuß zu einem wirklich sehr interessanten Museum, dem National Museum of Natural Science. Dort gabs unter anderem 3D-Kino, Geschichte, Kultur, aber alles wirklich sehr interessant ausgestellt, wie ich finde.


Der beste Teil kam dann zum Schluss, eine Art Experimentierabteilung und jede Menge Spielereien halt.


Gegen 17:00 mussten wir das Museum dann verlassen und Vicky's Mutter chauffierte uns zum Stadtpark von Taizhong.

Von dort aus marschierten wir weiter zu einer berühmten Einkaufs und Essens-Straße in Taizhong. Hier seht ihr eine alte Frau, die Wachteleier brät und verkauft, auch ein typischer taiwanesischer Snack:

Der letzte Punkt für diesen Tag war dann ein Konzert/Festival in der Nähe vom National Taiwan Museum of Fine Arts. Eine reine Ansammlung von Foreigners, da waren vielleicht grad mal 10 % Chinesen, der Rest alles Ausländer (liegt vielleicht an der Musikrichtung*g*).
Danach fuhren wir dann erschöpft mit dem Bus zurück und bezogen unser Hotelzimmer, das die Vicky für uns organisiert hatte.
Sonntag:
Für den nächsten Tag hatten wir dann auch gleich einen Tagesablauf aufgestellt, diesen mussten wir aber schließlich drastisch umändern.
Zuerst hieß es frühmorgens um 6:30 aufstehen und beim 7/11 "Frühstück" kaufen. Danach zur Bushaltestelle und ab in den Bus zum 大坑 Dakeng, einem (angeblich 2-Stunden-)Berg in einem Außenbezirk der Stadt, mit einem angeblichen schönen Ausblick. Hab mich auch richtig gefreut, mal wieder ein bisschen in die Natur zu kommen und Bergsteigen. Es ist zwar etwas anders als bei uns, aber es ist oft sehr interessant, wenn man Pflanzen entdeckt, die man vorher noch nicht so gekannt hat, oder wenn man wieder wo im Gestrüpp Äste knacken hört, wenn Affen rumturnen (die ich aber leider noch nie direkt zu Gesicht bekommen habe).
Hier seht ihr zum Beispiel einen Bananenbaum mit einer großen Blüte:

Dennoch hieß es erst mal den Eingang zum Pfad #2 zu finden, den wir uns vorgenommen haben. Und was wir nicht wussten war, dass das erst mal über 1 Stunde Marschieren bedeutete.

Als wir dann endlich am beim Anfang von Pfad #2 ankamen wurde es dann abenteuerlich. Man hat zwar immer einen eindeutigen Pfad und man weiß praktisch immer, wie man gehen muss, aber der Pfad war schon sehr ... besonders *lol*, wie ihr auf den folgenden Bildern seht - teilweise sehr steil und überall diese Holzstufen:


Zum Glück kann mans nicht auf allen Fotos so sehen, aber ich hab glaub ich noch nie so arg geschwitzt. Es war einfach echt schwül, windstill und einfach nur anstrengend. Muss aber schon zugeben, dass mich der Weg auch irgendwie echt beeindruckt hat und die Aussicht auch schön war, einfach anders als man es daheim gewohnt ist.

Irgendwann kamen wir dann endlich doch wieder am Ende an, wo wir uns dann auf der Suche nach der Bushaltestelle machten (da wir rausgefunden hatten, dass es auch einen Bus weiter oben gibt). Da allerdings nirgends ersichtlich war, wann der nächste Bus gehen würde, gingen wir schon mal voraus, denn der Bus musste sowieso dieselbe Straße nehmen und in dieser Gegend ist es üblich, dem Bus einfach zu winken und er hält an.
Auf dem Weg stach mir dieses Motiv ins Auge - eine Siedlung mitten im Wald:


Wie wir schließlich rausfanden, ging der nächste Bus erst gegen 15:00, somit mussten wir uns damit abfinden, den Rest des Weges zur Bushaltestelle in der Stadt zu Fuß zu gehen. Schlussendlich kamen wir anstatt wie geplant um 12:00 mittags erst nach 14:00 im Zentrum an und mussten somit unseren Plan umkrempeln und zudem ohne Vicky die letzten Punkte auf unserem Plan abklappern.
Der nächste war das Mitsukoshi Einkaufszentrum, wo zufällig zu der Zeit eine Autogrammstunde von scheinbar sehr bekannten taiwanesischen Schauspielern stattfand. Viele Schauspieler und Musiker, die auch in China bekannt sind, kommen übrigens aus Taiwan. Unter anderem sogar der Regisseur vom Oscar-gekrönten Film "Brokeback Mountain" Ang Lee, der sogar aus Tainan kommt.


Leider fanden wir uns beide nichts zum Kaufen. Daher fuhren wir mit dem Bus weiter zu einem berühmten Sonnenkuchen-Geschäft. Taizhong ist bekannt für seinen 太陽餅 Taiyangbing = Sonnenkeks und nachdem Chinesen immer gerne berühmtes Essen kaufen, bestand John darauf, diesen berühmten Kuchen zu kaufen. War aber einfach nur teuer und nicht wirklich besonders gut ... wieder mal *g*.
Als letzten Punkt vor unserer Heimreise gingen wir noch auf den Nachtmarkt 逢甲 Fengjia, in der Nähe der Fengjia University, wo wir unser Abendessen hatten. Da fand ich auch einen eigenen Stand für die schon mal erwähnten gepressten Reisplatten mit Schweineblut, von wo sie ihre schwarze Farbe bekommen. Hab mich auch schon daran gewöhnt und man bekommt das auch an jedem Luwei-Stand und auf den Nachtmärkten, also nichts wirklich Außergewöhnliches.

Hab es aber vorgezogen, mir so etwas wie Ofenkartoffeln zu kaufen mit verschiedenem Gemüse und Fleisch drin und dazu einen Kebab von einem echten Iraner (allerdings leider in einem taiwanesischen also süßen Brötchen).
So fuhren wir nach diesem wirklich anstrengenden Tag mit dem Zug zurück nach Tainan. Allerdings mit einem wirklich positiven Eindruck. Meiner Meinung nach war Taizhong die interessanteste Stadt, in der wir bis jetzt waren, einfach sehr lebendig, pulsierend und mit vielen Unterhaltungs- und Shopping-Möglichkeiten.
Wir hatten sogar eine Reiseführerin: Vicky aus unserem Department, ein wirklich liebes und hübsches Mädchen. Und sie hat ihren Job gut gemacht. Erster Punkt gleich beim Bahnhof: Stock 20 , eine Art Künstlerstraße direkt neben dem Bahnhof.
Danach holte uns ihre Mutter mit dem Auto ab und brachte uns zu einem großen Einkaufszentrum, wo wir dann zu Mittag aßen, thailändisches Essen ... sehr lecker (auf Vicky's Mum's Kosten, scheinen gut betucht zu sein, denn das Restaurant war nicht billig). Anschließend gingen wir zu Fuß zu einem wirklich sehr interessanten Museum, dem National Museum of Natural Science. Dort gabs unter anderem 3D-Kino, Geschichte, Kultur, aber alles wirklich sehr interessant ausgestellt, wie ich finde.
Der beste Teil kam dann zum Schluss, eine Art Experimentierabteilung und jede Menge Spielereien halt.
Gegen 17:00 mussten wir das Museum dann verlassen und Vicky's Mutter chauffierte uns zum Stadtpark von Taizhong.
Von dort aus marschierten wir weiter zu einer berühmten Einkaufs und Essens-Straße in Taizhong. Hier seht ihr eine alte Frau, die Wachteleier brät und verkauft, auch ein typischer taiwanesischer Snack:
... und wie alle Straßen dieser Art, war auch diese arg überlaufen und ein richtiges Gedränge:
Dort stärkten wir uns jedenfalls erst mal und fanden sogar einen Platz zum Sitzen (nichts Selbstverständliches, normalerweise auf solchen Straßen isst man einfach alles im Stehen/Gehen).
Der letzte Punkt für diesen Tag war dann ein Konzert/Festival in der Nähe vom National Taiwan Museum of Fine Arts. Eine reine Ansammlung von Foreigners, da waren vielleicht grad mal 10 % Chinesen, der Rest alles Ausländer (liegt vielleicht an der Musikrichtung*g*).
Danach fuhren wir dann erschöpft mit dem Bus zurück und bezogen unser Hotelzimmer, das die Vicky für uns organisiert hatte.
Sonntag:
Für den nächsten Tag hatten wir dann auch gleich einen Tagesablauf aufgestellt, diesen mussten wir aber schließlich drastisch umändern.
Zuerst hieß es frühmorgens um 6:30 aufstehen und beim 7/11 "Frühstück" kaufen. Danach zur Bushaltestelle und ab in den Bus zum 大坑 Dakeng, einem (angeblich 2-Stunden-)Berg in einem Außenbezirk der Stadt, mit einem angeblichen schönen Ausblick. Hab mich auch richtig gefreut, mal wieder ein bisschen in die Natur zu kommen und Bergsteigen. Es ist zwar etwas anders als bei uns, aber es ist oft sehr interessant, wenn man Pflanzen entdeckt, die man vorher noch nicht so gekannt hat, oder wenn man wieder wo im Gestrüpp Äste knacken hört, wenn Affen rumturnen (die ich aber leider noch nie direkt zu Gesicht bekommen habe).
Hier seht ihr zum Beispiel einen Bananenbaum mit einer großen Blüte:
Dennoch hieß es erst mal den Eingang zum Pfad #2 zu finden, den wir uns vorgenommen haben. Und was wir nicht wussten war, dass das erst mal über 1 Stunde Marschieren bedeutete.
Als wir dann endlich am beim Anfang von Pfad #2 ankamen wurde es dann abenteuerlich. Man hat zwar immer einen eindeutigen Pfad und man weiß praktisch immer, wie man gehen muss, aber der Pfad war schon sehr ... besonders *lol*, wie ihr auf den folgenden Bildern seht - teilweise sehr steil und überall diese Holzstufen:
Als Stärkung haben wir uns vorher Ananas- und Wachsapfel-Stücke besorgt:

Nach einem scheißtreibenden Aufstieg auf dem engen, steilen Holzpfad kamen wir dann endlich am Ziel an - war allerdings nur das Ziel von Pfad #2.
Wir beschlossen dann, einen anderen Pfad "runter" zu gehen, und zwar Pfad #3. Was wir nicht wussten war, dass der erst mal noch weiter rauf geht und noch spannender wurde und auch nicht immer ganz intakt war:
Irgendwann kamen wir dann endlich doch wieder am Ende an, wo wir uns dann auf der Suche nach der Bushaltestelle machten (da wir rausgefunden hatten, dass es auch einen Bus weiter oben gibt). Da allerdings nirgends ersichtlich war, wann der nächste Bus gehen würde, gingen wir schon mal voraus, denn der Bus musste sowieso dieselbe Straße nehmen und in dieser Gegend ist es üblich, dem Bus einfach zu winken und er hält an.
Auf dem Weg stach mir dieses Motiv ins Auge - eine Siedlung mitten im Wald:
... und hier ein echter Lychee-Baum, mit jeder Menge Früchte:
Wie wir schließlich rausfanden, ging der nächste Bus erst gegen 15:00, somit mussten wir uns damit abfinden, den Rest des Weges zur Bushaltestelle in der Stadt zu Fuß zu gehen. Schlussendlich kamen wir anstatt wie geplant um 12:00 mittags erst nach 14:00 im Zentrum an und mussten somit unseren Plan umkrempeln und zudem ohne Vicky die letzten Punkte auf unserem Plan abklappern.
Der nächste war das Mitsukoshi Einkaufszentrum, wo zufällig zu der Zeit eine Autogrammstunde von scheinbar sehr bekannten taiwanesischen Schauspielern stattfand. Viele Schauspieler und Musiker, die auch in China bekannt sind, kommen übrigens aus Taiwan. Unter anderem sogar der Regisseur vom Oscar-gekrönten Film "Brokeback Mountain" Ang Lee, der sogar aus Tainan kommt.
Im Shopping Center stolperten wir auch zufällig in eine kleine Modeschau:
Leider fanden wir uns beide nichts zum Kaufen. Daher fuhren wir mit dem Bus weiter zu einem berühmten Sonnenkuchen-Geschäft. Taizhong ist bekannt für seinen 太陽餅 Taiyangbing = Sonnenkeks und nachdem Chinesen immer gerne berühmtes Essen kaufen, bestand John darauf, diesen berühmten Kuchen zu kaufen. War aber einfach nur teuer und nicht wirklich besonders gut ... wieder mal *g*.
Als letzten Punkt vor unserer Heimreise gingen wir noch auf den Nachtmarkt 逢甲 Fengjia, in der Nähe der Fengjia University, wo wir unser Abendessen hatten. Da fand ich auch einen eigenen Stand für die schon mal erwähnten gepressten Reisplatten mit Schweineblut, von wo sie ihre schwarze Farbe bekommen. Hab mich auch schon daran gewöhnt und man bekommt das auch an jedem Luwei-Stand und auf den Nachtmärkten, also nichts wirklich Außergewöhnliches.
Hab es aber vorgezogen, mir so etwas wie Ofenkartoffeln zu kaufen mit verschiedenem Gemüse und Fleisch drin und dazu einen Kebab von einem echten Iraner (allerdings leider in einem taiwanesischen also süßen Brötchen).
So fuhren wir nach diesem wirklich anstrengenden Tag mit dem Zug zurück nach Tainan. Allerdings mit einem wirklich positiven Eindruck. Meiner Meinung nach war Taizhong die interessanteste Stadt, in der wir bis jetzt waren, einfach sehr lebendig, pulsierend und mit vielen Unterhaltungs- und Shopping-Möglichkeiten.

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