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Samstag, 28. Februar 2009

kulinarisches und kulturelles Sightseeing

Bin jetzt (endlich) von einem wahren Sightseeing-Marathon heimgekommen und kann gemütlich im Zimmer relaxen und Blog schreiben (Erzählstoff gäbs ja einigen ...):

Am Donnerstag waren Baigal und ich wie gesagt mit der älteren Dame und ihren Freundinnen Mittagesssen ... *lol* ... wenn ich es mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das "Lärm". Weiß nicht wieviel Dezibel die "Damen" durch ihr Geplapper, Gelächter, Fragen-stellen und Durcheinanderschreien verursacht haben, auf jeden Fall hat mir danach direkt der Kopf gebrummt. Für besonders viel Spaß sorgte übrigens Baigals Name (Baigal ==> Bagel) und vor lauter Freude mussten sie dann auch noch ein chinesisches Äquivalent dafür finden.

Viel Zeit blieb mir aber nicht, denn um halb 4 hab ich mich dann mit Jennifer getroffen zum Film schauen ("Capote") in der Uni-Bibliothek. Und am Abend hab ich mich mit Chong Yao zum Language Exchange getroffen, für ihn um sein Deutsch zu verbessern und für mich um die Logik (??) der chinesischen Sprache zu verstehen. Das sind übrigens Jennifer und mein jiaotache (Fuß-Tret-Fahrzeug = Rad):

Gestern Freitag war ich mit Agnes taiwanesisch frühstücken: Sojamilch und Gemüse-Eieromelett. Am Nachmittag war ich am Strand zum Lernen, leider wars etwas windig und mir hats die ganze Zeit den Sand zwischen die Buchseiten und ins Ohr geweht. Und am Abend gings dann los zum Sightseeing mit Badir (arabischer Name von Qizhe, ein taiwanesischer NCKU-Student). Zuerst waren wir aber noch zur Stärkung Abendessen: "Eel Noodles", also Nudeln mit Aal ...

Danach waren wir im Chih-Kan-Tower bzw auch Fort Provintia genannt, eine ehemalige Bastion der Holländer, heute sind da aber der Tempel des Meeresgottes und ein Museum untergebracht, von einem Fort nach holländischer Architektur sucht man allerdings lange. Und schließlich waren wir dann noch bis spät in die Nacht am Tainan-Canal ein bisschen rumschlendern und Mitternachtssnack mit Taiwan Beer und zum Verdauen "Honeybee Alcohol", hergestellt von einem taiwanesischen Aborigine-Stamm ... angeblich sehr gesund für die Knochen:

Am nächsten Tag um 11:00 "Früh" gings dann weiter zu einem Mazu-Tempel etwas außerhalb der Stadt und einem der größten der mehr als 300 Tempeln in Tainan:

Auf diesem Foto sieht man eine Wand voller Nischen, wo man für eine kleine Spende einen Wunsch an den Gott richten kann. Davon gibt es in jedem Tempel unzählige Möglichkeiten, die Götter um Hilfe zu bitten, auch in Form von kleinen goldenen Anhängern, einfachen Briefchen oder kleinen Kärtchen, die man entweder in einer freien Nische platziert oder an den Säulen aufhängt.

Zum Mittagessen gabs Austern-Sojasprossen-Eieromelett:

Danach weiter zu einem anderen Tempel und zu einem historischen Salzgewinnungs-Dorf, wo noch immer in großen Teichen (heute allerdings in geringerem Maße) Meerwasser verdunstet und als Salz "geerntet" wird.

Als nächsten Imbiss gabs eine weitere taiwanesische Spezialität: Douhua ... schmeckt wie Sojamilch, hat in etwas die Konsistenz von Pudding oder Gelee und wird in Zuckerwasser und wahlweise Bobba, Bohnen oder anderes (oder original mit nichts) serviert wird.
zur Erklärung: Bobba oder Bubbles sind eine taiwanesische Besonderheit, die sehr schwer zu beschreiben ist. Das sind kleine schwarze Kügelchen, die vor allem in die überall erhältlichen Milchtees (auch big-boob-milk tea *gg* ... ohne Wirkung ;-) ... oder bubble-milk-tea) reingegeben werden, eigentlich nach nichts schmecken aber lustig zu beißen sind. Die Konsistenz ist zwar fest aber, wenn man draufbeißt sind sie eher zäh oder gummiartig.

Nach diesem Dessert sind wir weitergefahren zum Fort Zeelandia bzw. An-Ping-Fort, ebenfalls eine ehemalige Bastion der Holländer mit umgebendem Straßenmarkt. Nachdem ich dann zum zweiten Mal von einer Horde 14-jähriger Mädchen gefragt wurde, ob sie ein Foto mit mir machen dürfen, sind wir weiter zur nächsten kulinarischen Besonderheit: Rice Dumplings = in Bambusblätter eingewickelte und in Dampf gegarte Reis-Knödel gefüllt mit Verschiedenstem (???, Fleisch?, Gemüse?):

Spätabends sind wir dann wieder zurück in die Stadt, wo mir Badir noch kurz einen witzigen Coffeeshop gezeigt hat, übersetzt mit dem Namen "Schmale Tür":
wie man vielleicht sieht, kommt man auch zur Tür überhaupt nur wenn man sich schmal macht bzw. seitwärts reingeht.

Zum Schluss hab ich noch zwei witzige Bilder zum Thema Straßenverkehr:
überladenes Gefährt #1

überladenes Gefährt #2

Fragen und Antworten

@ Chrisi: Stimmt, is vielleicht keine Luxusherberge, aber angeblich das zweitbeste Dorm am Campus, wie mir gesagt wurde. Das ist das Glück der Exchange Students, denn viele Degree Students dürfen sich über fehlende Klimaanlage, Schmutz und ramponiertes Mobilar beschweren. Deutscher Kollege ist mittlerweile zurück, hab aber ja mein eigenes Zimmer und bin auch ganz froh drüber. Mit dem "gemütlichen Schreiben" muss ich wohl warten bis ich wieder zurück bin *lol*.

@ Gloria: Hab zurzeit sozusagen 4 Buddies und viele neue Freunde gefunden, also über mangelnde Betreuung kann ich mich wirklich nimmer beschweren. Sportmöglichkeiten wird wohl eines der nächsten Punkte, die ich rausfinden möchte. Schwimmbad is leider bis Juli geschlossen, ist nämlich nicht überdacht und weils ja zurzeit noch "zu kalt" ist wirds erst im Sommer geöffnet *lol*.

@ Iris: Vergiss den Namen (Xiaoshuang), mir wurde gesagt, dass das ohnehin eher ein Mädchenname ist in Taiwan *grrr*. Xiao wird anscheinend in Taiwan eher als "Sonnenaufgang" denn als "Verstehen/Wissen" (in Mainland China) verstanden ....

Ebenfalls schöne Grüße in die Heimat!!!

Mittwoch, 25. Februar 2009

Golden Coast Beach und Roast Chicken im Dormitory

Hab ja glaub ich mal erwähnt, dass ich bereits einen Versuch hinter mir habe, den Strand bzw das Meer in Tainan zu finden (zu Fuß). Hab leider eher nur einen leicht stinkigen Hafen vorgefunden. Jetzt, da ich mittlerweile im Besitz eines Fahrrads bin, hat sich damit mein Erkundungsradius um einiges erweitert *g*. Daher hab ichs am Sonntag etwas professioneller angepackt und hab mir auf Google Maps den Weg zu einem richtigen Strand gesucht (Golden Coast). Nach nicht mal 45 min denk ich war ich dann auch dort.
Es ist zwar kein Bilderbuchstrand und er war auch nicht wirklich sehr besucht, aber immerhin Meer, Strand und Sonnenschein (29 °C). Daher war das erste was ich gemacht hab natürlich gleich mal ins Wasser springen - eine fatale Entscheidung. Das Wasser ist zwar leicht grünlich, aber ich hatte deswegen eigentlich keine besonderen Bedenken. Als meine Haut dann aber am Abend immer mehr zu jucken angefangen hat und ich am nächsten Tag mit jeder Menge roter Pusteln aufgewacht bin, denk ich werd ich mir zum Baden lieber einen anderen Platz suchen müssen. Naja, immerhin hab ich bei den Taiwanesen mit dieser Aktion für Erstaunen und Bewunderung für meinen "Mut" gesorgt *g*.

Am Abend bin ich dann noch mit dem Rad ins Zentrum gefahren, um Fotos vom Shin Kong Mitsukoshi New Life Square (Department Store mit Entertainment Center) zu machen ...

... und vom Pavillon im Teich unseres schönen Stadtparks 中山公園 (zhongshan gongyuan)

Diese Woche war ich eigentlich eh bis jetzt dann fast durchgehend beschäftigt:

  • Montag:
vormittags Investments-Kurs, nachmittags hab ich mich mit Jennifer in der Main Library der Uni getroffen. Dort kann man nämlich als Student gratis Filme anschauen. Dafür haben die ein eigenes Stockwerk, wo man aus einer großen Auswahl an Filmen einen raussucht, sich dann einen Platz nimmt und (auch zu zweit oder dritt) dann Film schauen kann. Abends hab ich mich mit Sabir zum Dinner getroffen, zum Essen gabs Shuijiao, also in Wasser gekochte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, echt lecker. Dazu eine Suppe und Hirse-Schleim (glaub ich). Und schließlich waren wir dann noch zusammen einen Tempel besichtigen, wo ich Räucherstäbchen anzünden durfte, um in diesem Jahr nicht zuviel Pech zu haben. Laut Sabir hat man nämlich im Jahr seines Zeichens (Büffel) Pech ...
  • Dienstag:
nachdem ich schließlich ausgeschlafen war: Chinesisch-Kurs mit einer Kanadierin, einer Türkin und einem Panamanesen/Panamanianer (???), aus Panama halt.
Zum Abendessen gabs selbstgebratenes Hendl im Dormitory mit Chong Yao, seiner Freundin und 3 neu angekommenen Exchange Students aus Mainland China mit ihrem Buddy. Konkret wurde dem rasch am Markt gekauften Huhn eine Handvoll Knoblauchzehen in den Hintern geschoben und dann in so einem Garapparat gebraten. Dazu gabs gebackene Schwammerlstreifen und kalten Tee in Tetrapak.

Jeder bekam dann seinen Teil ab, manche haben halt da besondere Vorlieben:
Chinesin am Zehennägel-Knabbern *kotz* ... die hat wirklich die Klauen aufgegessen!!!! ... und das Huhn war schwarz!

  • Heute: Mittwoch:
vormittags International Business Strategy, wo ich die zwei anderen neuen Exchange Students von meinem Institute aus Mainland China kennengelernt hab: Sarah und John. War dann auch mit den beiden Mittagessen und anschließend hab ich mit Baigal das Chéng Dà (kurz für NCKU) Museum besucht, war allerdings nicht mal den Hinweg wert. Dafür hat uns dort gleich eine ältere (glaub 67-jährige) Dame begrüßt und uns über alles Mögliche ausgefragt und uns Fotos von ihrer Familie gezeigt. Resultat war schließlich, dass sie uns für morgen Mittag zum Mittagessen eingeladen hat, zusammen mit ihren Freundinnen (ca. 20 Mütter), mit denen sie sich jeden Do zum Lunch trifft. Da bin ich ja mal gespannt ...

Samstag, 21. Februar 2009

Night Markets und Freshmen Orientation

So langsam hab ich das Gefühl, es geht endlich bergauf :-). Also nicht dass es mir hier nicht gefällt, aber die ersten Tage/Wochen waren schon echt hart, um ehrlich zu sein.

Die letzten Tage hab ich mir jetzt einige Kurse angeschaut, worums so geht und ob auch wirklich auf Englisch unterrichtet wird und ob er schaffbar ist. Ziemlich sicher werd ich wahrscheinlich folgende Kurse besuchen: Investments, Financial Risk Management und International Business Strategy (mit ernsthafter Aussicht auf Anrechnung für Global Management *juhu*). Und zusätzlich zwei (!!!) Chinesisch-Kurse :-) .... hab ich bitter nötig.

Gestern hab ich mich mit Jennifer getroffen, ein wirklich wirkliches liebes Mädchen (Mama/Papa etc: den Namen könnts euch gleich merken ;-) ) ... sie ist dann mit mir zu einem der legendären night markets gefahren (大東 dadong) und anschließend in ein Buchgeschäft. Hab leider nicht viele Fotos gemacht, aber sie hat welche gemacht und ich hoff da sind ein paar gute dabei.



Heute war das Orientation Event für die neuen International Students, eine super Gelegenheit viele neue Leute kennenzulernen und davon überzeugt zu werden, wie super und ausgezeichnet nicht unsere Uni ist .... heute wär übrigens den ganzen Tag strahlender Sonnenschein gewesen, wenn die Veranstaltung nicht gerade drinnen gewesen wäre, aber die Taiwanesen meiden ja im Gegensatz zu uns die Sonne, um bloß nicht braun zu werden *crazy*.


Gleich nach der Veranstaltung um 18:30 hatte ich dann wieder ein "Date" mit einer anderen Studentin, die ich vor kurzem kennengelernt hab: Agnes. Und eine Studentin aus der Mongolei hab ich auch eingeladen mitzukommen, die besucht nämlich auch ein paar Kurse mit mir und hat noch nicht so viel von Tainan gesehn. Zusammen sind wir dann schließlich zu einem anderen night market (花園 huayuan) gefahren und haben uns durch die Menschenmassen gedrängt und die Gerüche und Gerichte bestaunt und probiert.

rechts: Baigal (Mongolei), links: Agnes (Taiwan)

bin soo stolz auf mich, ich hab die berüchtigten Hühnerfüße (雞腳 jijiao) probiert, sind aber nicht soo mein Geschmack ...



auf dem ersten Bild seht ihr Leute, die da in einem Becken so komische Krebsviecher fischen, keine Ahnung wie die heißen, anschließend setzen sie sich
dann zusammen vor einen Grill, grillen die Beute und essen das *wäh*

Baigal, Agnes und ich bei einem Geschicklichkeitsspiel auf dem Markt

... und indischer Tee aus der Tüte

Dienstag, 17. Februar 2009

Unibeginn

Foto-Motive gabs diese Woche zwar nicht viele, dafür konnte ich ziemlich viele Sachen erledigen:
  • taiwanesisches Handy
  • taiwanesische ID-Nummer
  • Namensstempel mit meinem chinesischen Namen Wei Xiaoshuang
  • Fahrrad
  • Kursauwahl
  • Chinesisch-Buch zum Vorlernen (Kurs beginnt leider erst am 23. März - nicht grad vorteilhaft)
  • und meine student ID number
Fehlt dann nur noch, dass ich mich morgen wieder mal im International Office lästig mach, dass ich endlich Internetzugang bekomm, ist ja echt lästig immer zur Uni und in den 8. Stock des Verwaltungsgebäudes zu fahren.

Am Sonntag gabs wieder mal eine unerwartete Änderung. Kurz nach Mitternacht hats plötzlich an der Tür geklopft. Als ich dann aufmachte, stand ein nervöser, aufgeregter Taiwanese vor mir und stammelte irgendwas in gebrochenem Englisch, dass mein deutscher (noch immer nicht zurückgekehrter) room mate unbedingt allein im (4er-!!!) Zimmer sein will und ob ich nicht bitte in das Nebenzimmer umziehen möchte. Da ihm das Ganze etwas unangenehm war, hats halt ewig gedauert, bis er das mal verständlich rübergebracht hat. Auf meine Frage, ob in dem Zimmer zurzeit wer wohnt, antwortete er, in dem ganzen Stockwerk wohne zurzeit nur ich .... *gg* .... das erklärt natürlich, warum ich fast nie jemanden getroffen hab. Heute bin ich dann umgezogen und bin beim vorherigen Putzen gleich auf meinen neuen (wenn auch toten) Zimmerkollegen gestoßen:

Meine ersten 3 Kurse hab ich auch schon hinter mir: Investments, International Trade und Corporate Finance. Hier in Taiwan sind übrigens die Studienassistenten teilweise auch fürs Tee-Nachfüllen der Dozenten zuständig *gg*. Außerdem hab ich endlich ein paar neue Leute kennengelernt:
  • Sonja: degree student aus Minnesota, USA
  • George: senior student von Chóng Yào, den er letztes Mal zum Abendessen mitgebracht hat. Cooler Typ und aus Costa Rica, somit kommt mein Spanisch wenigstens auch net ganz aus der Übung
  • Agnes und [Freundin??]: zwei law students an der NCKU; hab mir diesmal vorsichtshalber gleich Kontaktadressen besorgt und sie haben mir versprochen, mich mal ein bisschen durch die Stadt zu führen *juhuu*.
  • Baigal: master student(in) aus der Mongolei, erst vor 2 Tagen frisch angekommen
  • .... und schließlich mehrere weniger erwünschte Bekanntschaften: 2 amerikanische und 1 russischer Missionar, genauer gesagt Mormonen. Sind angeblich eine echte Plage hier, vergleichbar mit unseren Zeugen Jehovas (hoff keiner von euch ist einer)
  • achja und noch mehrere Vertreter der taiwanesischen Tierwelt: vieele Eichhörnchen in den Parks, ein im 8. Stock des Verwaltungsgebäudes nachtaktiver Gecko (oder Ähnliches), eine Ratte im Gang meines Stockes und viele wilde Hunde in der Stadt:

dreibeiniger Hund: da hat wohl schon ein hungriger Chinese abgebissen ;-)

Zuletzt hab ich endlich eine billige Küche gefunden, wo ich heute Nudeln mit Sojasprossen und Sojasoße, Spiegelei und Hühnerschnitzel bekommen hab und mal für einen halben Tag fast satt war: Preis 60 NT$, umgerechnet zurzeit € 1,40. Dazu ein frischer Milchshake oder echt leckere frische Fruchtsmoothies (Ananas, Erdbeeren, Papaya, Kiwi, Wassermelone uvm) für 20-30 NT$ (€ 0,50-0,70) und als Nachspeise dann die komischen Pfannkuchenteig-Dinger (Foto siehe letzter Post) um 5 NT$ pro Stück.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Fortsetzung

Ein bisschen was gibts noch zum Nachtragen bezüglich Umstellung:

  • in unserm Dormitory gibts nur STEHKLOS!!! Eine echte Herausforderung da nicht umzukippen beim Geschäft. Und beim ersten Mal wusste ich noch nicht mal, dass da auch kein Klopapier hängt, hatte aber zum Glück Taschentücher dabei. Chong Yao meinte zur Erklärung, sie finden unsere Sitzklos unhygienisch, weil da ja vorher andere Leute auch draufsitzen ... ist gar nicht so falsch ....
  • Berichtigung zum Thema Klima: mir is ja gesagt worden, dass es hier im Sommer bis nahe 40 ° haben kann - stimmt angeblich weit nicht, eher so um die 30 °. Die Durchschnittstemperaturen von 29° im Sommer dürften deswegen stimmen, weil es in der Nacht nicht wirklich abkühlt. Allerdings ist es in manchen Teilen Taiwans schon heißer als hier in Tainan.
  • was mich zurzeit etwas verärgert ist, dass die Kurse die ich mir vorgestellt habe, dieses Semester anscheinend nicht angeboten werden. Und nicht mal in den Departments gibts konkrete Informationen über die Kursinhalte. Also Byebye zu Hoffnungen über großartige Anrechnungen in Linz :-/

Hier noch ein Foto, damit ihr euch in etwa vorstellen könnt, wie ich das mit den Essensständen gemeint hab:
Das ist Moskau aus der Luft (vom Flug von München nach Peking):

... und ein Foto am Pekinger Flughafen mit den zwei Deutschen:


@ Mama: hab heute die Autoschlüssel heimgeschickt :). Und das war schwieriger als ich dachte, da überhaupt mal ein Postamt zu finden. Die Leute hier verstehn nicht mal das Wort "post" oder "post office"?!?!?!? Ich dreh durch!!! Aber eine nette Taiwanesin hat mir am Schalter beim Übersetzen geholfen.

@ Miksi: hab sowohl Polster als auch Decke mitgenommen :-). Ich hab überraschenderweise auch an 5er in Euro-FM *lol*, wünsch dir jedenfalls mehr Glück bei der NK. Die Uni hier .... naja, riesig ist sie halt, aber Kurse gibts keine interessanten (anders als versprochen *grml*).

@ Iris: das sind CHINESEN!!! nix Japanesen!! Ja das mit den Autoschlüsseln war wohl wirklich Gewohnheit, aber ich hab sie eh heute wieder heimgeschickt, kann hier irgendwie nicht so viel damit anfangen.

@ Doris: es IST beängstigend ;-). In Barcelona hätt ichs wahrscheinlich besser gehabt *g*. Aber mal abwarten, hoff ich lern mehr Leute kennen, wenn die Uni beginnt.

@ Nina: Sonne haben wir auch nicht sooo viel, ist meist leicht diesig, aber so ist das Klima jedenfalls sehr angenehm und bis in die Nacht (lau-)warm. Und bezüglich Strand *lol*: bin gestern RICHTUNG Strand spaziert (hat ca. 2 Stunden Hinweg bedeutet) und dann war ich grad mal beim Hafen, und der Weg ging entlang dem Tainan Canal (Wasserkanal zum Meer) und der Gestank hätt mich jetzt auch nicht grad zum Baden eingestimmt. Aber Chóng Yào hat gemeint, er kann mir vl mal einen Platz zeigen, wo man auch baden kann.

@ Julia: hattest doch Recht mit den Klos :-). Aber ist bloß Gewöhnungssache.

Dienstag, 10. Februar 2009

Die ersten Tage

So, da bin ich wieder :-)

Ich versuch jetzt mal die ersten Eindrücke kurz zusammenzufassen.

Also am Fr bin ich dann planmäßig in Kaohsiung angekommen, Dragonair kann ich übrigens im Gegensatz zu Air China sehr empfehlen: verlässlich, pünktlich, sehr freundliches Personal. Einreise war auch problemlos, das erste Problem das sich auftat war dann nur, dass ich weder mit Visa noch mit der Bankomatkarte Geld für den Shuttle abheben konnte.
Aber nachdem mein Chauffeur mich schon erwartet hatte und etwas ungeduldig wurde, hat er mich dann einfach nach Tainan zum Dormitory gebracht. Dort hat bereits mein Ersatz-Buddy Chóng Yào gewartet und erst mal mein Shuttle für mich bezahlt. Ersatz-Buddy, weil mein eigentlicher Buddy Jennifer noch bis diese Woche in China ist.

Das ist übrigens mein Zimmer, das ich mir mit einem abwesenden Deutschen Exchange teile. Ist nicht grad ein Luxus-Hotel, aber Hauptsache ich hatte bis jetzt noch keine schlimmeren Probleme mit Ungeziefer.


Ja, also meine ersten Eindrücke:

  • von wegen man kommt in Taiwan nur mit Englisch durch: alle Beschilderungen, Speisekarten, Preise nur in chinesischen Schriftzeichen und wenn man jemanden auf Englisch anspricht, erntet man eher fragende Blicke

  • Essen - auch so eine Sache für sich: Da ich leider etwas Schwierigkeiten mit den Speisekarten habe, geh ich meist zu den Ständen, wo man in einem kleinen Plastikkörbchen die verschiedenen Zutaten aus einer Auswahl zusammenstellt und die werden dann gebraten und klein geschnitten. Leider weiß man meist nicht was man da vor sich hat, bevor man das Zeug im Mund hat. Das gibt Anlass für unbequeme Überraschungen. Erste Erfahrungen machte ich auch mit Blutsuppe mit schwarzen gepressten Reisplatten oder Krabbenviecher versteckt in Teigtaschen. Positive Erfahrungen gabs bis jetzt eher mit den Mehlspeisen und fried chicken.

  • öffentliche Verkehrsmittel: in der Tat eher nicht vorhanden, das heißt längere Fußmärschen ins Stadtzentrum. Gut, dass ich zur Zeit nicht wirklich viel zu tun hab. Die Erkundungstouren mach ich leider zurzeit noch allein, da Chóng Yào nicht viel Zeit hat und Jennifer erst diese Woche zurückkommt. Und im Studentenheim trifft man (vl wegen der Ferien) nicht wirklich oft jemanden. Aber ist irgendwie auch ein Nervenkitzel, so planlos durch die Stadt zu laufen und Tempel anzuschaun. Dabei noch eine weitere Erklärung zu den Verkehrsmitteln: Die Stadt wimmelt nur so von Mopeds. Und Zebrastreifen sind Gefahrenzone (bloß nicht drauf verlassen, dass jemand für einen Fußgänger stehenbleiben könnte)
  • zuletzt noch zu erwähnen, dass man sich als blonder, blauäugiger, weißer Europäer wirklich etwas ausgesetzt vorkommt. Entweder wird man (gerade von den alten Leuten) mit skeptischen oder neugierigen Blicken verfolgt oder direkt mit "Hello! Hello! Where are you from??" angesprochen. Es gibt aber auch viele, die einen eher ignorieren, vielleicht aus Angst ich könnte sie (auf Englisch) ansprechen.
Heute werde ich jedenfalls noch ein paar Sachen auf der Uni erledigen: Kursanmeldungen; Chinesisch-Buch besorgen!!! - zum Vorlernen; und dann vielleicht noch den langen Weg zum Strand - angeblich nicht badefähig - wagen, dürfte ca. 2 Std Hinweg bedeuten). Und morgen treff ich mich dann wieder mit Chóng Yào zum Abendessen.

Freitag, 6. Februar 2009

in Hong Kong

Tja, so einfach is dann leider doch nicht gelaufen. Sitz jetzt grad erst noch in Hong Kong am Flughafen und freu mich, dass es hier freies Wlan gibt. Denn meine beiden deutschen Reisebegleiter, die ich in München kennengelernt hab, haben sich jetzt auch von mir verabschiedet, bei denen gehts jetzt weiter nach Bangkok.

Naja, auf jeden Fall hatte mein Flug am Do dann noch mal 2,5 Stunden Verspätung, aufgrund von technischen Problemen. Wie sie später erklärten, gab es diese auf den Toiletten?!?! Das heißt weil irgendwer mit seinen .... Ausscheidungen das WC verstopft hat, mussten wir alle Stunden warten!!!???? I glaubs net. Mit dieser Verspätung hab ich dann leider auch meinen Anschluss in Peking nicht mehr erwischt, um 7:30 bin ich gelandet, um 8:00 wär der Flieger nach Hong Kong gewesen. Ich hab dann eine
n um 9:30 bekommen und jetzt sitz ich seit 13:00 hier und warte auf meinen letzten Flieger um 17:50 nach Kaohsiung. Wenn man jetzt alles nachrechnet, kommt man somit auf 24 Stunden Verspätung, net schlecht! Jetzt wär ich einfach mal froh, wenns ab jetzt reibungslos verläuft und ich endlich mal wieder duschen kann.

Muss dann unbedingt noch ein Foto hochladen, sobald ich das nächste Mal zum Internet komm. Bin nämlich grad eben von einer Horde Hong Konger Schulmädchen (max. 8 Jahre) interviewt worden und hab dafür ein Geschenk und ein Gruppenfoto mit ihnen bekommen.


So, dann mach ich mich wieder aufn Weg!

Achja und was ich eigentlich bei meinem ersten Eintrag schon schreiben wollte: Charly halt durch ;-) ! Aber so wie ich den kenn, wird der noch 20 :-) :-(.
Und sorry nochmal an daheim, dass ich die Autoschlüssel mitgenommen hab :-)

Tschüss

Donnerstag, 5. Februar 2009

Noch immer in Muenchen

So wies aussieht, gibts den ersten Eintrag frueher als erwartet. Mein Flug wurde gestern leider wegen dem starken Nebel in Muenchen auf heute verschoben, denn unser Flugzeug, das aus Peking kam, wurde nach Frankfurt umgeleitet. Jetzt durfte ich erst mal eine Nacht im NH-Hotel in einem Einzelzimmer verbringen. Da kann ich mich aber eigentlich eh nicht drueber beschweren. Fernseher, Abendessen, Fruehstuecksbuffet, Doppelbett fuer mich allein.
Naja, jedenfalls geht mein Flieger jetzt um 12:30 und um 14:05 Ortszeit sollte ich diesmal planmaessig in Taiwan landen (hoffentlich).

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die letzten Stunden in der Heimat

So, jetzt wird's ernst! In 10 min fahren wir los und dann gibt's kein Zurück mehr. Hehe, wie dramatisch! Erst gehts mit dem Auto nach München, dann sollte um 18:55 der Flug nach Peking gehen. Um 13:00 Ortszeit gehts weiter von Peking nach Hong Kong und um 16:25 Ortszeit dann von Hong Kong nach Kaohsiung (Taiwan). Hoff ich erwisch alle Anschlüsse, denn Donnerstag Nacht (Ortszeit) erwartet mich dann mein taiwanesischer Buddy "Jennifer", die mir dann alles zeigt. Zeitverschiebung sind übrigens 7 Stunden nach vorne.

Zum Abschluss möcht ich mich jedenfalls noch bei allen bedanken, die mir den Abschied so schön schwer gemacht haben und für eure netten Andenken. Seids bitte jedenfalls nicht ungeduldig, wenn in den nächsten Tagen vielleicht noch nicht sehr viel von mir zu hören sein wird.

Also bis dann!