.

Dienstag, 10. Februar 2009

Die ersten Tage

So, da bin ich wieder :-)

Ich versuch jetzt mal die ersten Eindrücke kurz zusammenzufassen.

Also am Fr bin ich dann planmäßig in Kaohsiung angekommen, Dragonair kann ich übrigens im Gegensatz zu Air China sehr empfehlen: verlässlich, pünktlich, sehr freundliches Personal. Einreise war auch problemlos, das erste Problem das sich auftat war dann nur, dass ich weder mit Visa noch mit der Bankomatkarte Geld für den Shuttle abheben konnte.
Aber nachdem mein Chauffeur mich schon erwartet hatte und etwas ungeduldig wurde, hat er mich dann einfach nach Tainan zum Dormitory gebracht. Dort hat bereits mein Ersatz-Buddy Chóng Yào gewartet und erst mal mein Shuttle für mich bezahlt. Ersatz-Buddy, weil mein eigentlicher Buddy Jennifer noch bis diese Woche in China ist.

Das ist übrigens mein Zimmer, das ich mir mit einem abwesenden Deutschen Exchange teile. Ist nicht grad ein Luxus-Hotel, aber Hauptsache ich hatte bis jetzt noch keine schlimmeren Probleme mit Ungeziefer.


Ja, also meine ersten Eindrücke:

  • von wegen man kommt in Taiwan nur mit Englisch durch: alle Beschilderungen, Speisekarten, Preise nur in chinesischen Schriftzeichen und wenn man jemanden auf Englisch anspricht, erntet man eher fragende Blicke

  • Essen - auch so eine Sache für sich: Da ich leider etwas Schwierigkeiten mit den Speisekarten habe, geh ich meist zu den Ständen, wo man in einem kleinen Plastikkörbchen die verschiedenen Zutaten aus einer Auswahl zusammenstellt und die werden dann gebraten und klein geschnitten. Leider weiß man meist nicht was man da vor sich hat, bevor man das Zeug im Mund hat. Das gibt Anlass für unbequeme Überraschungen. Erste Erfahrungen machte ich auch mit Blutsuppe mit schwarzen gepressten Reisplatten oder Krabbenviecher versteckt in Teigtaschen. Positive Erfahrungen gabs bis jetzt eher mit den Mehlspeisen und fried chicken.

  • öffentliche Verkehrsmittel: in der Tat eher nicht vorhanden, das heißt längere Fußmärschen ins Stadtzentrum. Gut, dass ich zur Zeit nicht wirklich viel zu tun hab. Die Erkundungstouren mach ich leider zurzeit noch allein, da Chóng Yào nicht viel Zeit hat und Jennifer erst diese Woche zurückkommt. Und im Studentenheim trifft man (vl wegen der Ferien) nicht wirklich oft jemanden. Aber ist irgendwie auch ein Nervenkitzel, so planlos durch die Stadt zu laufen und Tempel anzuschaun. Dabei noch eine weitere Erklärung zu den Verkehrsmitteln: Die Stadt wimmelt nur so von Mopeds. Und Zebrastreifen sind Gefahrenzone (bloß nicht drauf verlassen, dass jemand für einen Fußgänger stehenbleiben könnte)
  • zuletzt noch zu erwähnen, dass man sich als blonder, blauäugiger, weißer Europäer wirklich etwas ausgesetzt vorkommt. Entweder wird man (gerade von den alten Leuten) mit skeptischen oder neugierigen Blicken verfolgt oder direkt mit "Hello! Hello! Where are you from??" angesprochen. Es gibt aber auch viele, die einen eher ignorieren, vielleicht aus Angst ich könnte sie (auf Englisch) ansprechen.
Heute werde ich jedenfalls noch ein paar Sachen auf der Uni erledigen: Kursanmeldungen; Chinesisch-Buch besorgen!!! - zum Vorlernen; und dann vielleicht noch den langen Weg zum Strand - angeblich nicht badefähig - wagen, dürfte ca. 2 Std Hinweg bedeuten). Und morgen treff ich mich dann wieder mit Chóng Yào zum Abendessen.

2 Kommentare:

  1. Hei hei!!

    Freut mich, dass du (endlich) gut angekommen bist! Die ersten Eindrücke klingen ja schon mal ganz vielversprechend!! Vom Strand kann ich hier leider nur träumen, wir versinken hier bei bis zu -15 Grad im Schnee. Also schick ein bisschen Sonne nach Norwegen bitte ;)

    vlg. Nina

    AntwortenLöschen
  2. na bei dir geht ja was ab... können ganz schön beängstigend sein die ersten eindrücke aber da mal kurz reinbeißen bis man ein paar "seelenverwandte" gefunden hat und dann wirds gleich mal einfacher ;)

    AntwortenLöschen