Tja, so war ich dann wieder in KL
..., während Qizhe in Taiwan festsaß. Am Bahnhof angekommen, war ich dann daran rauszufinden, wie ich zu meinem Hostel komme. Als ich dort freies WLan entdeckte, fand ich praktischerweise raus, dass mein gesuchtes Hostel bereits voll war, genauso wie alle anderen Hostels in der Stadt, mit einer Ausnahme. So machte ich mich auf dem schnellsten Weg Richtung Pujangga Homestay, wo ich tatsächlich glücklicherweise mit meinen mittlerweile schon 3 Gepäckstücken einen Platz in einem Dormitory bekam.
Später kamen noch zwei von der Suche erschöpfte Backpacker dazu, witzigerweise wieder mal zwei Deutsche. Muss schon bescheidenerweise sagen, mein Hochdeutsch hat von der Reise schon ganz schön profitiert. Mit denen ging ich dann noch was Abendessen und bei ein, zwei Bierchen den Abend ausklingen.
Samstag:
Am nächsten Morgen beschloss ich, mir ein neues Hostel zu suchen, da an dem Tag ein anderes frei wurde, das im Internet ein besseres Ranking hatte. Und obwohl das Hostel sozusagen fast um die Ecke war, buchte ich gleich noch im Zimmer zwei Betten für die nächsten zwei Nächte, was sich im Nachhinein als ganz schlau rausstellte, denn dort warteten schon wieder einige Reisende darauf, abgewiesen zu werden.
Für den Tag hatte ich mir ein bisschen Sight-Seeing vorgenommen. Dazu suchte ich mir zuerst den Touri-Bus, da ich mit dem schon in Amerika gute Erfahrungen gemacht hatte. Ist bequem, man sieht viel und wird schön vollgelabert auch noch. Später stellte sich das teure Ticket aber etwas als Fehlinvestition raus. Aber immerhin fuhr ich ein Mal die ganze Runde durch KL.
Den ersten Stopp machte ich beim National Monument. Das hieß es allerdings auch erstmal finden, vom Bus Stop aus. Ungewollt lief ich dabei hinter einer Chinesin mit ihrem Sohn nach, die auch etwas zu suchen schienen. Später kreuzten sich unsere Wege und der Sohn fragte mich, ob ich auch zufällig das National Monument suchte. Somit hängte ich mich gleich bei den Zwei an, die sich schließlich auch als Schweden herausstellten. Wir fanden dann auch den Park mit dem „Monument“.
Danach machten wir noch einen Spaziergang durch den gleich in der Nähe liegenden Orchid Garden, der sich allerdings auch als etwas unspektakulär rausstellte. Das ist übrigens Alf:
Später gings wieder weiter im Touri-Bus bis zum Merdeka Square, wo ich die beiden verließ. „Merdeka“ in Malay bedeutet „Unabhängigkeit“, somit der Unabhängigkeitsplatz. Direkt davor steht auch das Sultan Abdul Samad Building:
... und der unglaubliche mit 95 Metern höchste Flaggenmast der Welt *g*:
Ich hätte dann auch noch versucht, die Jamek-Moschee zu finden, woran ich aber leider gescheitert bin. War vielleicht auch die Hitze – Malaysia war bis jetzt (zumindest gefühlsmäßig) der heißeste Ort, wo ich je war, sollte allerdings später weiter im Süden noch heißer werden. Daher hüpfte ich wieder auf den klimatisierten Bus auf und fuhr direkt durch bis zu den obligatorischen Petronas Twin Towers. Diese galten von 1998 bis zur Fertigstellung des Taipei 101 im Jahr 2003 als höchstes Gebäude der Welt, mit 452 Metern bis zur Spitze.
Im Gebäude selbst findet man ein großes Shopping Center und dahinter einen Park mit ein paar Cafés.
Nur wenige Minuten Fahrt entfernt liegt die 2. Hauptattraktion KLs, der Menara KL Tower, ein Fernsehturm, der die welthöchste McDonald’s Filiale der Welt beherbergt.
Raufgefahren bin ich aber nicht, da es Zeit wurde, Qizhe vom Bahnhof abzuholen, der endlich auch nach KL gefunden hatte, nach den ganzen Verzögerungen wegen des Taifuns. Später am Abend gingen wir noch was essen und gönnten uns anschließend noch eine Wasserpfeife.
Vor allem für Qizhe als Einstimmung auf Ägypten. Denn der war sozusagen auf der Durchreise. Das Endziel war Ägypten, wo er später für 1 bis 3 Jahre ein Praktikum machen darf, doch vorher wollte er noch ein bisschen in Malaysia, Singapur und Laos rumreisen.
Sonntag:
Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus zu den Batu Höhlen, nicht weit außerhalb der Stadt, ein Kalksteinmassiv, dass von einem Höhlensystem durchzogen ist und mehrere kleine Hindu-Tempel beherbergt.
Zuerst heißts dazu aber die 272 Stufen zu erklimmen. Die große Statue stellt den Gott Murugan dar. Ja, und trotz bauchfrei, es ist ein Mann!
So sieht die Haupthöhle von innen aus:
Überall liegt der Duft von Räucherstäbchen in der Luft und mit all dem Tempelgesang und der Musik und den vielen Indern, kommt sich eigentlich fast schon wie direkt in Indien vor.
Auch jeder Menge Affen läuft man hier über den Weg, die nur darauf warten, dass jemand etwas Ess-, Trink- oder schlicht Spielbares fallenlässt.
Und wie üblich für die Hindu-Kultur, gibt’s natürlich jede Menge farbenfrohen Kitsch zu kaufen:
Nachdem wir wieder unten am Boden angekommen waren, folgten wir erst mal unseren protestierenden Mägen und gingen was essen, natürlich indisch. Und traditionell wird natürlich mit den Fingern gegessen (trotz Besteck):
Füllend war es nicht, aber fürs erste hats gereicht. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück in die Stadt, wo’s direkt weiter ging im Programm. Zuerst zur alten Kuala Lumpur Railway Station:
Und danach pünktlich zur Öffnungszeit zur National Mosque, wo wir nicht nur Schuhe ablegen mussten, sondern auch noch so eine hübsche Kutte überziehen mussten:
Was mir aber schon hier bei meiner 1. Moschee auffiel: Innen sind sie praktisch leer *lol*:
Später gingen wir auch noch zur Jamek-Moschee, die ich schon mal vergeblich gesucht hatte. Doch selbst zu zweit hatten wir noch gewissen Schwierigkeiten, sie zu finden. Als wir fündig waren, war es auch schon zu spät, denn die Moschee wurden soeben geschlossen. Aber mit der Erkenntnis, dass Moscheen innen leer sind, gab ich mich schon mit dem Anblick von außen zufrieden.
Danach fuhren wir noch mal zu den Petronas Towers, wo mir Qizhe den idealen Platz fürs Fotoschießen zeigte. So bekam ich endlich auch die ganzen zwei Türme drauf.
Zum Schluss machten wir noch mal einen Abstecher zum KL Tower, um für die Aussicht raufzufahren, wobei uns dann aber der Ticketpreis davon abhielt. Daher begnügten wir uns wieder mal mit einer Wasserpfeife einem Bier vom 7/11.

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