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Donnerstag, 13. August 2009

Four Nights In Bangkok ....

Dienstag:

Schon früh am Morgen verließen mich meine zwei Französinnen, die mit dem Zug weiterfuhren nach Sukhothai. Ich hatte zu Mittag meinen Flug nach Bangkok. Tja, und mein erster Tag in Bangkok war schon mal etwas chaotisch ...

Irgendwann gegen 15:30 kam ich in meinem Hostel an, wo ich ein 8-Bett-Dorm gebucht hatte. Zu meiner Überraschung waren jedoch nur 2 Betten belegt und da diese zwei nicht da waren, ruhte ich mich erst mal ein bisschen aus und versuchte geistig in Bangkok anzukommen. Später meldete sich dann wieder mal mein leerer Magen zu Wort und daher musste ich raus. Planlos lief ich einfach die Straße entlang bis ich nach 50 m von einem Thai angesprochen wurde, ob ich etwas suche. Da man aber überall vor Betrügern gewarnt wird, war ich erst ziemlich skeptisch. Schließlich bot er mir an, mich zu einem Restaurant mit Thai-Essen zu bringen und ich folgte ihm. Und zu meinem Erstaunen begleitete er mich tatsächlich zu einem kleinem Restaurant und verschwand dann wieder, ganz ohne Hintergedanken.

Nach dem Essen hatte ich vor, zu Fuß Richtung Altstadt zu gehen, wo der Königspalast und ein paar Tempel standen. So marschierte ich und marschierte ich und fand heraus, dass Bangkok wirklich groß ist. Bei einer kleinen Orientierungspause sprach mich ein Tuktuk-Fahrer an, wo ich denn hinwolle. Eigentlich wollte ich ja zu Fuß weitergehen, doch der Fahrer meinte, ich soll ihm einfach einen Preis nennen und er bringt mich zum Palast. Mit meinem Vorschlag von lächerlichen 20 Baht (ca 40 ct) war er sogar relativ einverstanden. Auf dem Weg meinte er aber, er bringe mich zu einem Schneider. Dort soll ich 5 min reinschaun, er warte auf mich draußen und dann würde er mich zum Palast bringen. Schon etwas skeptisch tat ich das. Doch als ich wieder einstieg, wollte er mich zu einem weiteren tailor shop bringen und da wurde ich dann schon ärgerlich und debattierte und verhandelte lange Zeit mit ihm, bis es mir zu blöd wurde und ich schließlich einfach ausstieg, ohne zu bezahlen selbstverständlich. Er folgte mir noch einige Zeit, aber ich ignorierte ihn und so verschwand er schließlich. Als ich mich wieder so halbwegs orientiert hatte, fand ich raus, dass ich wieder so gut wie am Anfang war, wo ich losgegangen war.

Mit gedämpfter Motivation machte ich mich wieder auf den Weg, zumindest die Straße mit den großen Shopping Malls, Entertainment Centers und Straßenmärkten zu erkunden. Ich kam dort auch vorbei, doch am Heimweg verlief ich mich dann total. Und nachdem mich ein Bus auch nicht dorthin brachte, wo mir versprochen wurde, nahm ich am Schluss einfach ein Taxi zurück zum Hostel. Ja, das war mein 1. Tag ...


Mittwoch:

Mit neuem Mut ging ich wieder Richtung Shopping Mall, da ich unbedingt einen neuen Rucksack kaufen wollte. Auf dem Weg kam ich bei einem prächtigen Tempel vorbei, den ich mir etwas anschaute.
Ein Thai-Kätzchen auf der Suche nach der Erleuchtung:

Dann ging ich durch den Campus der Chulalongkorn-Universität bis ich gegen Mittag beim Siam Center ankam, ein Teil des Shoppingcenter-Komplexes. Bangkok beherbergt nämlich Asien größte Shopping Mall dort. Was auch erklärt, warum ich mich dort zum zweiten Mal etwas verirrte *g* - zumindest passierte ich des öfteren ein und dasselbe Geschäft. Irgendwann am Nachmittag fand ich dann doch einen neuen Rucksack für mich und verließ erleichtert den Shopping-Bezirk.

Zurück im Hostel empfohl mir eine Zimmerkollegin, unbedingt eine Fahrt mit der Fähre entlang des Mae Nam Chao Phraya, auch der Fluss der Könige genannt, zu machen. Das machte ich dann noch am selben Abend und es war wirklich nett und extrem billig –ca 20 min Fahrt für 30 Cents.

In der Nähe des Königspalastes stieg ich aus und versuchte auf eigene Faust an ein paar Attraktionen vorbeizulaufen. Und an diesem Abend lernte ich endlich, dass Bangkok zu Fuß wohl nicht so leicht zu erkunden war ... Ich sah aber zumindest den Königspalast von außen und ging durch einen endlos scheinenden Nachtmarkt direkt angrenzend, wo wirklich jeder Scheiß verkauft wird (kann man nicht anders beschreiben).

Mit dem Tuktuk ließ ich mich gegen 21:00 zurück zu meinem Hostel bringen, wo ich rasch duschen ging und meinen Rucksack zurückließ. Da ich unbedingt die 3. Taxi-Option ausprobieren wollte, nahm ich ein Motorrad-Taxi zurück in die Altstadt wo ich mich um 22:40 mit Virginie, Melanie, Taylor und Ashley treffen sollte. Hab leider verabsäumt, ein Foto von einem Motorrad-Taxi zu schießen, macht echt Spaß. Witzigerweise sind die Preise fast gleich, ob jetzt Taxi, Tuktuk oder Motorrad, nur dass man bei letzteren zwei den Preis im Voraus aushandeln muss.

Bis 1:30 war ich dann mit den Mädels noch was trinken und essen und Pläne für den nächsten Tag machen. Was etwas eigenartig ist, in Bangkok ist um 1:00 nachts Sperrstunde. Es gibt aber ein paar illegale Clubs, die länger öffnen.


Donnerstag:

Diesmal war mal wirklich effektives Sightseeing angesagt, worüber ich ganz froh war. Als erstes auf dem Plan stand der Grand Palace und das angrenzende Wat Phra Kaew mit dem berühmten Smaragd-Buddha.
Und die Bauten sind wirklich beeindruckend, sehr bunt, überall Wandmalereien und viel Gold und Prunk.
Außerdem kamen wir gerade rechtzeitig zum Mittagsgebet:


Beim Beträufeln mit heiligem Wasser mit einer Blüte:
Der Königspalast:
Da es wirklich schwül war, blieben wir am Nachmittag für 2 Stunden im Hostel der Mädels zum Ausruhen. Danach fuhren wir mit dem (abenteuerlichen) Bus zum Siam-Center, um uns den neuen Harry Potter dort im Kino anzusehen. Im Vordergrund stand aber, dass wir den Vorspann sehen. Denn in Thailand gibt es vor jedem Film in Kino einen ca 5-minütigen Film mit dem König, wo alle aufstehen müssen. Und das Kinoticket war echt supergünstig, 80 Baht für Studenten (= ca 1,70 €), und das für Überlänge.

Danach fuhren wir als letzten Punkt noch mit dem Skytrain zu einer sogenannten Rooftop-Bar in der Nähe der Sala Daeng-Station. Das sind schicke Bars auf dem Dach eines Wolkenkratzers, von wo man eine schöne Sicht auf die ganze Stadt hatte.
Eintritt musste man keinen zahlen, allerdings herrschte Dresscode und für ein Bier zahlt man leicht mal 8 Euro.




Aber das wars wert:

Danach verabschiedeten wir uns von Taylor und Ashley und fuhren zurück ins Hostel.


Freitag:

Am Vormittag nahm ich wieder das Expressboot in die Altstadt, wo ich mich mit Melanie und Virginie zum Sightseeing traf.
Diesmal stand das Wat Pho am Programm, das vor allem berühmt ist für den großen liegenden Buddha.

Auf den Fußsohlen sind 108 Abbildungen aus Perlmutt eingearbeitet, 108 Merkmale an denen man einen Erleuchteten erkennen kann.
Für eine kleine Spende von 20 Baht (= 40 Cent) konnte man eine Schale Kleingeld kaufen und dann die glaub ich über 40 Münzen nach der Reihe in die Schüsseln werfen.

Wir schauten dann weiter durch den Rest des Tempelbezirks.
Und es wird ständig renoviert oder Neues dazugebaut. Hier zwei Thais beim Verzieren der Decke mit Goldornamenten.
Kurz vorm Ausgang wurde Melanie von einer Thai-Schülerin um ein Interview in Englisch gebeten, die das für ihren Englisch-Unterricht brauchte, und ihre Freunde filmte das Ganze als Beweis.
Dann nahmen wir ein Tuktuk zur City Hall.
Mönche trifft man überall. So wie es bei uns Militärdienst gibt, müssen Thai-Männer ein paar Monate im Tempel dienen.
Von der City Hall ausgehend passierten wir das Wat Saket auf dem goldenen Berg:
Vermutlich Schulkinder, die auf ihre Fähre warteten:
Ein weiterer Tempel oder Palast:
Das Democracy Monument:
Auf dem Weg kaufte ich mir Pad Thai, ein thailändisches Nudelgericht:
Anschließend bummelten wir noch durch die Thanon Khao San mit ihrem berühmten Straßenmarkt, wo man günstig Souvenirs, Kleidung und vieles anderes kaufen kann. Und danach verabschiedete ich mich von Virginie, die am Abend zurückflog nach Paris, und nahm das Boot zurück zu meinem Hostel:

Ich traf mich später am Abend noch mal mit Melanie und einer anderen Französin Adele, um etwas trinken zu gehen. Allerdings gingen wir anscheinend wieder mal in die falsche Richtung.

Als wir in Siam ankamen, beschlossen wir zurückzukehren zu meinem Hostel, um dort in der Nähe was zu suchen. Denn ich wusste, dass in der Straße hinter meinem Hostel nicht nur das Rotlichtviertel sondern auch einige normale Bars und Restaurants waren.
Zielstrebig gingen wir in eine lebendige Straße, die vielversprechend aussah. Als ich dann aber zunehmend von mehr und mehr Thai-Männern angesprochen und angetatscht wurde, die mich in ihre Bar zerren wollten, fanden wir heraus, dass hier wohl die Gay-Szene beheimatet war. Daher nahmen wir schnell wieder den Ausgang und setzten uns in eine andere Bar an der Straße, wo wir noch ein Bier tranken und dann kurz vor Sperrstunde zurückkehrten ins Hostel.

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