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Sonntag, 12. Juli 2009

Macau und Ankunft in Festland China

MACAU (chin: 澳門 Aomen)

Sonntag frühmorgens brachen wir auf, Thomas konnten wir auch noch überreden mitzukommen. Zuerst holten wir uns Frühstück von einem indischen Händler im Untergeschoss unseres Hostels. Ja, war mir auch etwas unheimlich, hat aber ganz gut geschmeckt. Von li nach re Saro, Rodrigo, Thomas:


Die Überfahrt mit der Fähre war wieder mal echt schlimm, hätte nie gedacht, dass ich jemals Probleme mit Seekrankheit haben würde, aber ein bisschen schlecht war mir schon. Nach 1:15 Std erreichten wir den Macauer Hafen. Macau ist ja bekannt für seine Casinos und die Stadt wurde durch die lange Besatzung durch Portugal auch von dieser Kultur etwas geprägt, daher auch der Name. Das erste, was wir von der Fähre aus sahen, war die lange Brücke, die ersten Casinos-Glaspaläste und ein Theme Park.


Sam hatte leider nicht mehr rechtzeitig auf meine Nachricht reagiert, daher hab ich mich mit X getroffen, den ich halt vorher nur 1-2 Mal getroffen hatte. Der kam gleich mal mit einem aufgeschürften Unterschenkel an, was mich schon mal etwas über seine Mopedfahrkünste verunsicherte. Er nahm mich dann mit nach Hause, wo ich mit seinem Vater und seiner Schwester (und seiner Schildkröte die frei in der Wohnung herum“lief“) gemeinsam Mittagessen durfte (Fisch und Muscheln *hmm*). Danach brachte er mich mit dem Moped zu den bekanntesten Plätzen ...


... wie zB den Macau Tower

..., die Brücke (noch immer keine Ahnung wo die hinführt, aber einfach lang und sieht lässig aus)

... und einen Mazu-Tempel

Dort ließ ich mir sogar die Zukunft voraussagen. Dazu musste ich einen Behälter mit Stäbchen so lange schütteln, bis ein Stäbchen rausfiel. Auf diesem stand eine Nummer, und diese Nummer gehörte zu einem Zettel auf dem jede Menge chinesisches Zeug draufstand. Dann musste ich nach einer Kategorie – wie zB Liebe, Gesundheit, Erfolg etc – fragen. Angeblich soll mich jedenfalls im September die große Liebe erwarten *lol* ... auch nicht schlecht, da bin ich ja sogar noch in Taiwan :-).

Hier ein überdimensionales Räucherstäbchen:


Danach fuhren wir weiter zu einer Videospielhalle (Chinesen lieben es, Videospiele zu spielen).

Danach zu einer alten portugiesischen Kirche, die wohl 3-4 Mal abgebrannt ist, sodass sie schließlich die Motivation verloren, sie noch mal aufzubauen.

Von hier aus hat man auch einen schönen Blick auf die Stadt und die Casinos, aus denen vor allem das Grand Lisboa raussticht:
In genau dieses gingen wir später auch, wo ich ganze 100 HK$ verspielte (ca 10 €). Hat mich eigentlich gewundert, dass die uns reinließen in unserem Aufzug. Nach diesem Verlust gingen wir wieder, doch draußen überraschten uns einige echt heftige Regengüsse, die jedes draußen aufhalten unmöglich machten. So warteten wir einfach in einem Geschäft bis es wieder so halbwegs ging. Zu der Zeit wars aber eh schon Zeit zum Abendessen, daher gingen wir in ein portugiesisches Restaurant.

Um 19:00 wollte ich eigentlich wieder zurück mit der Fähre. Durch einen echten Zufall haben wir beim Verlassen des Restaurants aber meine Zimmerkollegen getroffen, und somit hab ich mich denen gleich wieder angehängt und wir haben noch mal einen Abstecher ins Casino gemacht, diesmal schaute ich aber nur zu. Außerdem gabs zu der Zeit schon die ersten Shows von diversen (vermutlich russischen) Tänzerinnen. So blieben wir dort noch ein Weilchen, bis die anderen auch ihr Geld verspielt hatten und dann machten wir uns gegen 21:00 wieder auf den Heimweg mit der Fähre.

Am Montag morgen checkte ich gegen 10:00 Uhr beim Hostel aus und machte mich noch ein letztes Mal auf eine kleine Erkundungstour durch Hong Kong. Primär wollte ich eigentlich ein kleines Präsent für die Zhang-Familie finden (Johns Familie), um mich für die Einladung zu bedanken. Bin dann ewig auf Hong Kong Island rumgeirrt, aber leider nichts Passendes gefunden ... außer Schweinefüße *g*:
Hab bei der Gelegenheit noch ein paar nette Fotos von der Hong Konger Skyline geschossen ...

... und vom Hafen (wo man uA auch mit dem Hubschrauber nach Macao fliegen kann):

... und zum Schluss noch ein Abstecher zum Golden Bauhinia Square (金紫荊廣場 Jin Zijing Guangchang) beim Hong Kong Convention and Exhibition Center:
Dann ging ich noch mal zurück zum Hostel mein Gepäck abholen. Das ist der Eingang zur Chungking Mansion:
Und danach nahm ich die U-Bahn in Richtung Stadtende von Hong Kong in den New Territories bis nach Luohu, der Randbezirk mit Grenzübergang nach China.

Nach der Grenze direkt am Bahnhof wurde ich gleich von Taxifahrern überrannt, die mich angeblich „so billig“ zum Flughafen in Shenzhen bringen könnten. Hab aber den weitaus billigeren Bus genommen. Nach ca 50 min Fahrt hab ich mal was zu Abend gegessen, durch Check-In und Sicherheitskontrolle und dann gewartet und gewartet und gewartet. War wieder mal der einzige Foreigner beim Gate und auf dem Flug nach Haikou. Allerdings hab ich dort schon gemerkt, dass die Chinesen anders reagieren auf Westerners als die Taiwanesen. War ehrlich gesagt schwer einzuschätzen, ob die einfach schüchterner sind oder ob die Chinesen generell nicht so offen gegenüber Westerners sind.

Mit einer guten halben Stunde Verspätung kam ich endlich nach Mitternacht in Haikou an, wo mich schon John, sein Vater und sein kleiner Bruder mit offenen Armen erwarteten. Der Rest von meiner Woche mit Johns Familie folgt später.

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