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Donnerstag, 2. Juli 2009

Ausflug nach Taitung/Hualien

Hier kommt nachträglich das Posting über unsere letzten gemeinsamen Tage in Taiwan und unserem Ausflug nach 花蓮 Hualien und 台東 Taitung (an der Ostküste Taiwans) von Donnerstag bis Samstag.

Am Donnerstag morgen nach gerade mal ca. 4 Stunden Schlaf und leichter Übelkeit vom Vorabend, holte uns unser Chauffeur ab, den wir für unseren Ausflug gemietet hatten. Dann waren wir erst mal einige Stunden unterwegs, den ich zum Schlaf nachholen nutzen konnte. Leider fing es auf dem halben Weg nach Taitung schon zu regnen an. Als wir unseren 1. Halt machten, einem kleinen Park am Meer 小野柳 Xiaoyeliu, regnete es leider immer noch, und Sarah musste im Auto bleiben, da es unmöglich war, sie mit dem Rollstuhl durch den Park zu schieben.
Unsere Gruppe war übrigens (von links nach rechts): Xuezhao, Zhengyu, Suhang, Luyao, John und nicht im Bild halt Sarah und ich, plus natürlich unser Chauffeur.

Den nächsten Halt machten wir an einem berühmten Park mit einem kleinen Bach, wo das Wasser scheinbar aufwärts fließt. Kommt wahrscheinlich am Bild nicht so deutlich rüber, aber es kommt einem wirklich so vor, vermutlich weil der Park an einem Hang gelegen ist.


Danach machten wir eine kurze Stärkungspause bei einem berühmten 包子 Baozi-Geschäft. Baozi sind diese gedämpften Brötchen mit Füllung. Zu dieser Zeit fing es dann wieder so richtig zu schütten an:

Den nächsten Stopp machten wir wieder in einem kleinen Park. Dieser ist deswegen so besonders, weil genau durch dieses Denkmal, der Wendepunkt des Krebs bzw. nördlicher Wendepunkt verläuft.

Danach fuhren wir zur 初鹿牧場 Chulu Dairy Farm, einfach eine Milchfarm, wo man verschiedene Milchprodukte kaufen und Kühe und Strauße anschauen kann.

Im Café bei der Milchfarm standen auch zwei Mädchen, eine in Aborigine-Tracht, und verkauften dort CDs mit traditioneller Musik:


Und schließlich fuhren wir noch zu einem See, wo wir uns zwei Tretboote mieteten:


Danach waren wir dann eh schon relativ müde und bezogen erst mal unsere Zimmer im Hotel. Und Zhengyu scheint da wirklich einen Riecher für billige Hotels zu haben. Die Zimmer waren nämlich nicht schlecht, hatten zwar Doppelbetten, aber pro Person mussten wir nicht mal 8 Euro pro Nacht bezahlen.

Lange machten wir aber nicht Pause, denn hungrig waren wir zu der Zeit auch schon, daher fuhren wir direkt weiter zum 南濱夜市 Nanbin-Nachtmarkt zum Abendessen.


Dieser liegt zudem am Meer, wo wir uns so Papierballons kauften, mit Tusche ein bisschen sentimentalen Quatsch draufmalten und sie dann in die Luft steigen ließen. Leider schien mir das Glück nicht recht gesonnen, denn die kleinen Jungs vom Verkäufer, die das Feuer im Ballon anzündeten, setzten meinen Glücksballon gleich mal in Brand.


Der zweite Versuch verlief dann schon besser, allerdings wollte der dann wieder nicht so richtig in die Luft steigen, sondern schwebte so zwei, drei Meter überm Boden.




Freitag: Am nächsten Tag mussten wir auch schon früh aufstehen und fuhren als erstes zur berühmten Taroko-Schlucht. Dort begrüßte uns dieses Warnschild - Vorsicht Killerbienen!:


Ansonsten wars aber ganz nett, die Schlucht entlangzuwandern. Irgendwo gingen wir dann zum Wasser hinunter zum Abkühlen, den ganzen Weg durch die Schlucht konnten wir sowieso nicht gehen, da Sarah wieder im Auto warten musste.


Dennoch verbrachten wir bestimmt mehr als eine halbe Stunde unten am Wasser. Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, LIEBEN es Chinesen zu fotografieren, und dabei sind sie auch immer sehr einfallsreich in Bezug auf Posen und verbringen viel Zeit damit, das perfekte Foto zu schießen.


Am Weg zurück durfte ich dann endlich Bekanntschaft machen mit der Killerbiene (zumindest vermutete ich, dass das eine war). Sieht schon gefährlich aus *g*:


Oben wieder auf der Brücke angekommen, wollte ich dann auch noch ein Foto mit einem der berühmten chinesischen Löwen. Davon gibt es zwei Arten, die einen stehen mit dem Fuß auf einem kleinen Löwen, die anderen halten eine Kugel.


Danach machten wir noch ein paar weitere Stopps an den "interessantesten" Punkten in der Nähe der Taroko-Schlucht. Und schließlich fuhren wir an die Küste.


Nachdem wir uns anschließend alle an einer Kokosnuss erfrischt hatten, fuhren wir zu unserem neuen Hotel, wieder so billig.


Am letzten Tag der Reise, am Samstag, brachen wir wieder gleich in der Früh Richtung 八仙洞 Baxian-Dong, 8-Buddha-Höhlen. Ein Berg mit 8 verschieden Höhlen mit kleine Buddha-Gedenkstätten ...

... und einem netten Ausblick aufs Meer:
Dann gings weiter zu einer kleinen Insel, die über die 8-Bogen-Brücke zu erreichen ist. Aber bitte besonders die Hinweise der 2. Zeile zu beachten: Keine Fische elektroschocken, vergiften oder gar bombardieren *lol*.


die 8-Bogen-Brücke ... 8 steht im Chinesischen übrigens für Reichtum und Geld:

"sad face" 囧
Danach fuhren wir kurz was essen und danach weiter zu einem Museum, über die Entstehung Taiwans und Ureinwohner und Prähistorisches und und und ...


Letzter Punkt auf der Reise waren dann noch so komische Erdberge:

Danach gings über Kending zurück nach Tainan, vorbei an schönen Landschaften und am Meer. Einige verschliefen die Fahrt aber. Hier das typisch chinesische Mondgesicht ;-), Suhang beim Schlafen:

Zurück in Tainan brachte uns unser Fahrer noch zum Huayuan Nachtmarkt, und vorher noch zu einem Betelnuss-Geschäft. Diese sind deswegen bei Männern noch besonders beliebt, da dort immer sehr hübsche und knapp bekleidete Mädchen arbeiten und Betelnuss verkaufen. Betelnuss wird gerade in Taiwan vor allem von älteren Männern am Land, Bus- oder Taxifahrern gekaut. Betelnuss bzw. chinesisch 檳榔 Binlang hat eine aufputschende Wirkung und regt den Speichelfluss an. Allerdings ist man oft sehr erschreckt, wenn man zum ersten Mal einen Betelnuss-kauenden Mann sieht, da der Mund dabei so rot wird, als ob sie bluten würden. Auch auf der Straße sieht man öfters einfach mal rote Flecken. Diese kommen vom ausgespuckten roten Speichel der Konsumenten. Hier der Link zum Wikipedia-Artikel!


Im Nachtmarkt nach dem Abendessen, wollte ich das Zeug dann als Erster ausprobieren und die anderen erklärten mir, wie man das macht.



Danach zeigt John vor, wies richtig gemacht wird *g*:



Und hier könnt ihr sehen, wie ich mich mit Hühnerfüßen abquäle:

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