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Freitag, 31. Juli 2009

Erste Arbeitswoche im Akha-Dorf

Mittwoch:
Ein neues Projekt: in den Wald gehen zum Bambus schlagen!

Ausgerüstet mit Macheten maschierten wir gemeinsam mit zwei weiteren Akha-Männern erst mal 15 min durch den Dschungel auf der Suche nach großen Bambusbäumen. Diese fällten dann die Bäume und wir durften die Äste auf den Seiten abschlagen, die Rohre in vernünftige Längen schlagen und dann kraftraubend nach unten in den Ort ziehen. Natürlich hatte es auch eine ordentliche, schwüle Hitze, aber immerhin gabs keinen Regen mehr, wie regelmäßig in den letzten Tagen.
Nach dem Mittagessen durfte der Max eine Original-Akha-Massage genießen:
Nach der üblichen Stunde Pause gings wieder zurück in den Wald, weiter Bambus schlagen. To war diesmal aber nicht mehr dabei, da die Rosa sich noch immer krank fühlte, daher brachte er sie mit dem Moped nach Chiang Rai zu einem Arzt und schließlich blieb sie dort auch in einem Guesthouse zum Erholen, sie hatte sich angeblich eine Erkältung geholt.

Hier ein kleiner Einblick in unser Dorf: der Hauptplatz und gleichzeitig Ort zum Essen und Gruppengesprächen

... und unser Bad und WC:
Donnerstag:
Nächstes Projekt: Zaun und Mauer bauen
Zunächst mussten wir uns in zwei Gruppen einteilen. Die anderen durften den Bambus in Streifen schlagen bzw in verschiedene Längen sägen.Meine Gruppe durfte Löcher für die Holzpfähle graben, wo später der neue Bambuszaun entstehen sollte. Damit waren wir bis Mittag beschäftigt.

Nach dem Mittagessen machten wir wieder zwei Gruppen. Die eine Gruppe mischte Beton aus Zement und dem Sand aus dem Flussbett, sammelten und wuschen größere Steine und mauerten mit diesen Materialien eine Mauer neben der Straße.
Und die andere Gruppe und ich flochten den Zaun aus den Bambusstreifen. Und für mich war das echt beeindruckend, wie schnell und mit was für einfachen Materialien man einen wirklich schönen Zaun bauen konnte.

An diesem Tag bezogen wir zudem unsere neue Schlafstätte im Haus einer Akha-Familie, jeweils 2 Leute bei einer Familie. So sah unser Zimmer aus:Unter Tags waren wir aber kaum beim Haus, aber am Abend zum Bettgehn lernten wir dann die Hausherrin und ein paar ihrer Freunde und Nachbarn kennen. Zum Einstand gabs Schnecken, scharf-würzig! Nicht so mein Geschmack muss ich sagen.

Janneke hatte von daheim was für die Kinder des Dorfes mitgebracht, mit dem sie Seifenblasen machen konnten und sie waren echt begeistert.

So in etwa sieht übrigens immer unser Abendessen bzw Mittagessen aus:
Freitag:

Letztes Projekt für diese Woche: Straße zur Zivilisation reparieren!

Diesmal mussten wir uns morgens unser „Lunchpaket“ mitnehmen, da wir zum Mittagessen nicht zum Dorf zurückkehren konnten.
Dann marschierten wir aus dem Dorf hinaus, um die Stellen der Straßen auszubessern, wo der Regen regelmäßig den Boden wegschwemmt und dadurch echt tiefe Löcher und Gräben hinterlässt, was es schwierig macht mit dem Auto aus dem oder in das Dorf zu gelangen. Auf dem Weg passierten wir auch das Dorf-Tor. Unser Dorf hat zwei davon. Das ist aber nicht einfach nur ein Tor, sondern das hat hier auch eine ganz besondere spirituelle Bedeutung. Und es gibt ein paar Regeln: zB darf man nicht beim Vorbei- bzw. Durchgehen beim Tor stehen bleiben, sondern man muss es passieren. Auch anfassen darf man es nicht und jedes Jahr wird das Tor erneuert und es gibt verschiedene Zeremonien, die vom spirituellen Oberhaupt und den Bewohnern durchgeführt werden.
Am Arbeitsplatz angelangt mussten wir dann so Sachen machen wie Erde in Säcke füllen und diese in die Schlaglöcher legen, einen Wassergraben graben und einen Erdhaufen auf der Straße wegräumen. Alles eine ziemlich schmutzige Angelegenheit.
Uns überraschte dann leider wieder mal ein Regenguss, der das Weiterarbeiten unmöglich machte ... Ja, die Regensaison hat hier zurecht ihren Namen. So suchten wir uns einen Unterstand, wo wir dann auch zu Mittag aßen (traditionell mit den Fingern)
Nachdem sich der Regen wieder etwas gelegt hatte, arbeiteten wir noch etwas weiter – wobei die ganze Arbeit ziemlich aussichtslos und sinnlos schien – und dann gings zurück ins Dorf. Später führte uns To noch zur „Heiligen Quelle“, die das Dorf mit Trinkwasser versorgte.

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