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Sonntag, 28. Juni 2009

Cake Restaurant und Abschiedsfeiern

Der Start in die neue Woche war diesmal sowohl gut als auch schlecht:
Einerseits war das Investments Final Exam am Montag wirklich schwierig - viel zu viel über die letzten (gespritzten) Kapitel über Futures und Options - daher heißts noch mal zittern, ob sich da noch eine positive Note ausgeht. Andererseits war dies meine letzte Prüfung für dieses Semester und somit bin ich ab jetzt frei!!

Naja frei ... jetzt heißts erst (noch immer) einige Reisevorbereitungen treffen, Reporte schreiben, zu Abschiedsfeiern gehen und mal sehen, ob wieder alles in meine Reisetasche reingeht. Immerhin ist doch ein bisschen was dazugekommen - Souvenirs, Andenken, Klamotten, Bücher etc. Aber zumindest hab ich von der Außenhandelsstelle in Taibei die Erlaubnis bekommen, dass ich meine Tasche für die Zeit, wo ich weg bin, bei ihnen im Büro lassen kann. Und da mein Flieger sowieso von Taibei weggeht, liegt das Büro ja quasi am Weg (hoffentlich).

Am Montag auf dem Weg zum Abendessen hatte ich klugerweise meine Digicam dabei und zufällig bekam ich endlich die Gelegenheit einen Müllwagen zu filmen. Müllwagen? Ja, Müllwagen *lol*! Die erste Zeit in Tainan hab ich mich öfters gewundert, wenn ich auf der Straße jene eine komische Melodie hörte und nie wusste, wo ich die zuordnen soll. Später hab ich dann rausgefunden, dass das die Müllwagen sind, die damit andeuten, dass die Leute aus den Häusern kommen und ihren Müll in den Wagen werfen sollen:



Der gesamte Dienstag war dann von Essen dominiert:
Bin sozusagen extra spät aufgestanden und war zu Mittag noch eine Runde laufen, um genug Hunger anzusammeln für die anstehenden Fressorgien. Zuerst gingen Sarah, John und ich zu einem Kuchen-All-you-can-eat-Restaurant.


Dort konnte man von vielen verschiedenen Torten, Mousse(s?), Schnitten und Keksen auswählen und essen so viel man will. Sachertorte gabs übrigens auch und noch eine Torte mit dem Namen 奧地利蛋糕 Aodili-Dangao, also Österreich-Torte. Leider war ich nach dem 5. Stück schon voll und hab grad noch eine Schwammerl-Suppe runterbekommen, um zumindest ein bisschen was Warmes und Gesundes im Magen zu haben. Und dazu noch eine Kanne sehr nahrhaften und gesunden chinesischen Tee 養生八寶茶 Yangshengbabao-Cha (Bleib-fit-8-nahrhafte-Zutaten-Tee) bestellt.

Dort blieben wir bis ca. 16:00. Danach gönnten wir unseren Körpern erst mal etwas Zeit zur Verdauung.
Doch um 19:30 gings schon wieder zur nächsten Schlemmerstelle: All-you-can-eat-Buffet beim Pizzahut als Abschiedsessen für Xiaoyun, die am Mittwoch nach Hause zurückflog. Mit dabei waren (von li hi, dann re hi nach vorne): Xiaoyun, ich, Sam, Sarah, Qizhe, John, Ameng und Jingjing (am Fotoschießen):


Und die Auswahl war groß, doch der Magen leider noch immer nicht ausreichend leer. Und auf dem Speiseplan stand nicht nur Pizza, sondern auch jede Menge anderer Leckereien, wie Nudeln, Hühnchen-Flügerl, Obst, Gemüse und Salat, Fruchtgelee und Kuchen. Und unter anderem auch Pizza mit Apfeltasche-Geschmack:


Der krönende Abschluss des Jahres und eigentlich auch dieses gemeinsamen Auslandssemesters fand im Anschluss auf dem Kuang-Fu-Campus der Uni statt. Der Sprung in den Cheng Kung Lake, unser Uniteich (auf keinen Fall ein Lake). Eigentlich ist es Tradition, dass Geburtstagskinder in diesen Teich geworfen werden, aber John und ich hatten ausgemacht, dass wir am Ende dieses Semesters auch reinspringen werden.

Doch als der Moment dann kam, wurde ich doch etwas nervös, vor allem als ich erfuhr, dass mir das Wasser im Teich voraussichtlich nur bis zur Hüfte gehen würde und dass es im Wasser nicht nur Fische sondern auch Schildkröten gibt. Und ich denk, wenn man von der Brücke mit dem Rücken oder Kopf auf so nen Schildkrötenpanzer fällt, ist das auch nicht so spaßig. Doch schließlich machte Qizhe den Anfang, allerdings ließ er sich eher reinfallen. Als nächster wurde John reingeworfen und dann folgte ich. Leider waren nicht mehr viele starke Männer für mich übrig auf der Brücke, somit entging im Flug nur Knapp dem Brückengeländer *g*:


Am Ende überwand sich sogar der Sam noch reinzuspringen. Hier die tapferen Helden:



Am Mittwoch Abend gabs die nächsten Abschiedsfeiern. Zunächst gemeinsames Abendessen aller Austauschstudenten aus Festland China, aber ich war netterweise auch eingeladen. Wieder mal gings in ein Hotpot-Restaurant, meiner Meinung nach das Beste in Tainan mit wirklich jeder Menge Auswahl. Nicht nur Zutaten für Hotpot sondern auch Getränke, Obst, Eis, Schokobrunnen und Torten.



John hinterließ mal wieder den größten Saustall auf seinem Teller, aufgrund seiner Vorliebe für Meeresfrüchte. Ein wahrer Shrimps-Friedhof:


Und gegen 23:00 fuhr ich noch ins "Orient" bzw 東方 Dongfang, ein Lokal wo man für umgerechnet ca 10 Euro so viel trinken kann, wie man will bzw kann (allerdings nur Bier, Cola-Whiskey und Orangensaft mit Wodka). Dort feierte die Marine (die Belgierin aus meinem Chinesisch-Kurs) mit ihren französischen Freunden Abschied. Finds echt schade, dass ich jetzt so kurz vor meinem Abflug rausfinde, dass es doch richtige Lokale zum Fortgehen gibt in Tainan. Und dort findet man erst raus, dass man als "Westler" wirklich gute Chancen bei den Taiwanesinnen hat *g*.

Recht lange konnte ich aber nicht bleiben, denn am nächsten Tag um 6:00 wartete schon unser Chauffeur auf uns, um uns die Ostküste Taiwans (Hualien und Taidong) zu zeigen. Bericht folgt ...

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