Dienstag:
Lunch mit dem Chairman vom Dept. of BA *zitter* ... Die Aufregung war aber umsonst, Prof. Zhang ist ein wirklich lustiger und lockerer Herr um die 50 (schätz ich mal). Zuerst war ich ein paar Minuten mit ihm allein, weil John und Sarah noch Kurs hatten, und da hat er mich erst mal ausgefragt, wie es mir gefällt und was mich am meisten überrascht hat, als ich nach Taiwan gekommen bin (schwere Frage, große Auswahl *g*), und ob ich irgendwelche Hilfe brauche. Bin mir nicht ganz sicher, ob er meine Antwort "it's already too late" als unhöflich aufgefasst hat, aber schließlich hat er gelacht. Den Rest von unserem gemeinsamen Mittagessen hab ich dann nicht mehr so toll gefunden, weil andauernd in Chinesisch gesprochen wurde. Hab auch irgendwann aufgehört mitzulachen, wenn die anderen über irgendwelche Erzählungen gelacht haben.
Am Abend sind wir dann wieder zum Club gegangen, dort gabs einen Vortrag von einem Austauschstudenten aus Sezchuan über seine Heimatprovinz. Allerdings eher unterhaltsam als informativ. Ein Witz: Welches in Sezchuan beheimatete Tier ist schwarz, weiß und rot?
.... ein schüchterner Panda *haha*Naja, war auf jeden Fall wieder mal eine gute Gelegenheit, viele neue Leute kennenzulernen. Anschließend sind wir dann noch zum Bowling gefahren:
Mittwoch:
Hot Pot!!! Wie ausgemacht, sind wir am Abend mit ein paar Leuten aus unserem Dept. Hot Pot essen gefahren, gezahlt wurde der Spaß vom Chairman, der aber leider zu dieser Zeit verhindert war. Beim "Hot Pot" bzw. "HuoGuo" (Feuertopf) steht ein Topf auf einer heißen Platte auf dem Tisch. Der Topf ist unterteilt in eine milde und eine schärfere Hälfte. Dann holt man sich wie bei einem Buffet die Zutaten, die man gerne essen möchte (Gemüse, Fisch, Fleisch, Tofu, konzentriertes Entenblut --> wie Geleewürfel, diverse Meeresfrüchte) und lässt die in dieser Suppe kochen. Nachdem anfangs nur wenig Würze drin war und ich mich darüber ein bisschen beschwert hab, wurde dann nachgelegt ... *schwitz* .... War auf jeden Fall lustig!
Donnerstag:
Das war mal wirklich eine spontane Entscheidung ... um 9:00 Uhr morgens wurde ich vom Handy aufgeweckt: Sarah, ob ich bereit wäre, heute noch zum A-Li Mountain zu fahren. Sie hat schließlich spontan doch noch einen Reiseführer, Unterkunft und Transport organisieren können, nachdem wir dieses Vorhaben eigentlich schon auf die nächste Woche verschoben hatten. So wurden wir dann um 11:00 vom Reiseleiter mit dem Auto abgeholt und sind zum A-Li Mountain in der Provinz Chiayi gefahren. Zwischendurch machten wir kurz eine Pause zum Mittagessen, wo dann zu uns 3 noch ein taiwanesisches Pärchen dazugekommen ist. Zum Essen gabs so was Ähnliches wie Hot Pot nur halt nicht scharf, sondern eher so eine Art Ingwersuppe:
Als wir dann schließlich beim Berg angekommen sind, hat uns unser Führer erst mal zu einem kleinen Rundgang gebracht. Endlich mal wieder richtige gute, gesunde, unbelastete Naturluft ... und eine etwas schaukelige Brücke über den Abgrund auf die andere Seite:
das kleine weiße Objekt, das auf dem Zaun sitzt, bin übrigens ich :-)
Später wurde es dann finsterer und sehr neblig und wir sind noch in ein Bergdorf gefahren, wo auch der Zug, der zum A-Li Shan raufgeht, durchfährt. Lustigerweise fährt dieser zwei Mal am Tag hinauf, aber nur einmal herunter ...
Am Ende schließlich sind wir im Haus unseres Führers eingekehrt. Ein Holzhaus in den Bergen, ein Traum für jeden Naturliebhaber wahrscheinlich. Seine Frau servierte dann das Abendessen und was zu trinken: eine Mischung aus Rotwein und Reisschnaps, sehr köstlich *ganbei* (leer machen Becher).
als Nachspeise gabs frische Früchte: Ananas und das andere denk ich mal war Baumtomate/Tamarillo:
Freitag:
Aufstehen um 5:30 *gähn*. War aber nötig, um den berühmten Sonnenaufgang am A-Li Shan zu sehen. Zum Munterwerden half eine Tasse Kaffee aus Kaffebohnen aus Eigenanbau. Leider waren wir dann doch zu langsam und die Straße war furchtbar - Schlaglöcher, Baustellen, 30° Steigung und 180°-Kurven. Somit sind wir wahrscheinlich grad mal 1 Minute zu spät zum Sonnenaufgang oben angekommen. Ein paar schöne Fotos gibts trotzdem:
ein Blick auf die Tee-Plantagen: A-Li Mountain ist berühmt für seinen Oolong-Tee_

Weiß nicht, ob ich das mit den Schirmen schon erklärt habe: Die Taiwanesen/Chinesen halten blasse Haut ja für ein Schönheitsideal, von daher ihre "Furcht" vor der Sonne.
Und wie überall im Land, steht natürlich auch hier ein Tempel.
Bei den größeren Tempeln steht auch immer ein großer .... Ofen (?): Darin können die Gläubigen als Opfergabe Papiergeld verbrennen, das es im Tempel zu kaufen gibt.
Samstag:

Der nächste Stopp nach dem Frühstück war der Nationalpark, wo zurzeit besonders viele Touristen rumlaufen, um die Kirschblüte zu bewundern:
Tja, das wars dann eigentlich. Fazit: Ein netter Berg, muss man mal gesehen haben, aber ein zweites Mal muss wahrscheinlich auch nicht sein. Leider haben wir die meiste Zeit im Auto verbracht und die Straßen waren einfach Horror, ich wäre gern ein bisschen mehr selbst gewandert. Am Abend sind wir dann wieder mit dem Zug in Tainan angekommen.
Samstag:
Ich hab die Einkaufsstraße entdeckt!!!! Bin eigentlich schon etlich Male durchgefahren und durchmarschiert, ist mir aber nie aufgefallen, dass es hier so viele tolle und wirklich billige Geschäfte gibt. Werd da für nächste Woche mal einen Tag einplanen müssen :-)
Und zum Abschluss hatte ich endlich mal die Gelegenheit, den Erdbeeren-verkaufenden Weihnachtsmann an unserer Straße zu fotografieren:

hey
AntwortenLöschenhast dir meinen wunsch (eiunkaufsstraße) jka doch zu herzen genommen! *g*
ich freu mich schon so, endlich auch das alles sehen zu können - hört sich echt witzig, spannend, interresant, .... an
bis bald glg nina